Nach dem AVGS-Coaching – wie es weitergeht

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Worum es geht? Um alles, was mit Dir, Deinem Business, der Welt und sowas eben zu tun hat – ziemlich gute Positionierung würde ich sagen. Manchmal könnte es auch lustig sein, aber nur manchmal – Felix Thönnessen wird sich Mühe geben.
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Acht Wochen, zwölf Wochen, vielleicht vier Monate – irgendwann sind die geförderten Coaching-Stunden aufgebraucht. Was dann? Viele Gründer-Coachings hören am Tag der Gewerbeanmeldung auf und überlassen dich mit einer offenen Hand. Tatsächlich ist die Phase nach dem AVGS-Coaching aber genauso wichtig wie das Coaching selbst – denn jetzt kommt die Probe: Hält dein Geschäftsmodell, was wir geplant haben?

In diesem Beitrag erfährst du, was nach Coaching-Ende passiert, welche Folgesupports es gibt, welche Fehler in den ersten 6 Monaten typisch sind – und wie du den Schwung aus dem Coaching bewahrst.

Auf einen Blick: Nach dem AVGS-Coaching folgen die ersten 6–12 Monate Selbstständigkeit – die wichtigste Phase deines Business. Typische Themen: Kundenakquise systematisieren, Cashflow im Griff behalten, eigene Strukturen aufbauen, erste Strategieanpassungen. Optionen für Folgesupport: Mentoring, Folge-Coachings, Mastermind-Gruppen, einzelne Strategie-Sessions. Wichtig: keine Pause, sondern strukturierte Fortsetzung.

Was am Ende des Coachings steht – und was nicht

Wenn das AVGS-Coaching ordentlich gelaufen ist, hast du am Ende einiges in der Hand: Eine angemeldete Selbstständigkeit, einen vollständigen Businessplan, eine Marketing- und Vertriebsstrategie, eine Finanzplanung über drei Jahre, vielleicht eine Tragfähigkeitsbescheinigung für den Gründungszuschuss, und – wenn alles gut lief – die ersten Kundenanfragen oder bezahlten Aufträge.

Was du nicht automatisch hast: Routine im Verkauf, ein eingespielter Liquiditätsfluss, einen rhythmischen Marketing-Output, eine bewährte Preisstrategie, eingeübte Beziehungen zu Kunden und Lieferanten. All das entsteht erst in den ersten 6–12 Monaten der echten Selbstständigkeit. Und das ist keine Schwäche – das ist normal. Niemand hat das nach drei Monaten Coaching schon perfekt drauf.

Die kritischste Phase: die ersten 6 Monate

Aus meiner Erfahrung mit hunderten von Gründern: Wer es durch die ersten sechs Monate schafft, ohne in die typischen Fallen zu tappen, hat eine sehr gute Chance auf eine tragfähige Selbstständigkeit. Wer in der Phase strauchelt, gibt häufig nach 8–12 Monaten auf – nicht aus mangelnder Idee, sondern aus operativer Überforderung.

Falle 1: Kundenakquise einschlafen lassen

Während du an deinen ersten 2–3 Kunden arbeitest, vergisst du oft, kontinuierlich neue Kunden anzusprechen. Sechs Wochen später sind die ersten Aufträge fertig – und der Kalender für die nächsten Wochen leer. Antwort: Akquise ist kein Sprint, sondern eine wöchentliche Routine. Mindestens 4–6 Stunden pro Woche, auch wenn dein Kalender voll ist.

Falle 2: Pricing zu niedrig

Aus Unsicherheit gehen viele Gründer mit zu niedrigen Preisen an den Start. Erstkunden buchen, alles wirkt rund. Nach drei Monaten merkst du: Der Stundenertrag reicht nicht, du arbeitest 60-Stunden-Wochen, aber die Konten füllen sich nicht. Antwort: Schon nach den ersten 5–10 Kunden Pricing nachjustieren. Idealerweise +20% auf jeden neuen Kunden, bis Ablehnungen kommen – dann hast du die Schmerzgrenze erreicht.

Falle 3: Cashflow nicht im Griff

Die typischen Liquiditätsprobleme: Steuern werden vergessen, Sozialversicherung kommt überraschend, große Kunden zahlen nach 60 statt 30 Tagen. Antwort: Steuerrücklage immer 30% vom Eingang sofort wegbuchen. Quartalsweise Liquiditätsplanung, nicht erst nach 6 Monaten merken.

Falle 4: Alleine bleiben

Selbstständigkeit ist isolierend. Im Coaching hattest du regelmäßiges Sparring, jetzt bist du allein. Antwort: Aktiv ein Netzwerk aufbauen – Mastermind-Gruppen, Co-Working-Räume, Branchen-Netzwerktreffen. Mindestens ein wöchentlicher Austausch mit anderen Gründern.

Falle 5: Strategie nicht überprüfen

Dein Businessplan ist eine Hypothese, kein Versprechen. Nach 3 Monaten weißt du, was wirklich am Markt funktioniert – meistens etwas anderes als geplant. Antwort: Quartalsweise einen Strategie-Check machen. Was funktioniert, was nicht, was muss geändert werden? Ohne diese Routine läufst du blind weiter.

Welche Folgesupports machen Sinn?

Es gibt vier Hauptformen, wie du nach dem AVGS-Coaching weitergehen kannst – je nach Bedarf, Budget und Phase deines Business.

Option 1: Folge-Coaching mit privater Bezahlung

Du gehst direkt mit dem gleichen Coach in eine private Coaching-Phase über – typischerweise 1–2 Sessions pro Monat, themenbezogen. Vorteil: Kontinuität, der Coach kennt dich. Nachteil: Kosten von typischerweise 200–400 € pro Stunde. Sinnvoll, wenn du gerade in einer kritischen Wachstumsphase bist und konkrete Strategie-Themen klären musst.

Option 2: Mentoring-Programm

Ein Mentoring-Programm ist intensiver als Coaching, aber meist langfristiger angelegt – häufig 6–12 Monate, mit fester monatlicher Begleitung. Vorteil: Du hast über die kritische erste Wachstumsphase einen erfahrenen Sparringspartner an deiner Seite, nicht nur themenbezogen, sondern strategisch durchgängig. Nachteil: Höhere Investition. Mein Business-Mentor-Programm ist genau für diese Phase gemacht.

Option 3: Mastermind-Gruppe

In einer Mastermind triffst du dich monatlich mit 5–10 anderen Selbstständigen, oft moderiert. Du bringst deine Themen, bekommst Feedback, gibst Feedback. Vorteil: deutlich günstiger (oft 50–150 € pro Monat), starke Peer-Energie. Nachteil: Keine 1:1-Aufmerksamkeit. Sinnvoll als Ergänzung, nicht als Ersatz für individuelle Begleitung.

Option 4: Einzelne Strategie-Sessions on-demand

Du buchst dir einzelne 60–120-Minuten-Sessions, wenn ein konkretes Thema ansteht: ein wichtiges Kundengespräch, eine Pricing-Entscheidung, ein Wachstumsschritt. Vorteil: Niedrigste laufende Kosten, hohe Flexibilität. Nachteil: Du musst selbst erkennen, wann du eine Session brauchst – das fällt manchen schwer.

Kannst du nochmal einen AVGS-Gutschein bekommen?

Theoretisch ja – wenn du wieder die Voraussetzungen erfüllst (z.B. weil du nach 12 Monaten Selbstständigkeit erneut arbeitssuchend wirst). Praktisch ist das aber selten und auch nicht der Sinn der Förderung. Der AVGS ist als Aktivierungs-Werkzeug konzipiert, nicht als laufende Förderung. Wenn du dich erfolgreich selbstständig gemacht hast, gehörst du nicht mehr zur Zielgruppe – und das ist auch in Ordnung.

Was es aber gibt: Gründer-spezifische Förderprogramme für laufende Selbstständige, etwa BAFA-Beratungsförderung (50% Zuschuss zu Beratungskosten), regionale Wachstumsförderungen, KfW-Programme. Diese Förderungen kommen nach dem AVGS – nicht stattdessen.

Wie du den Schwung aus dem Coaching bewahrst

Im Coaching hattest du einen klaren Rhythmus: Wöchentliche Termine, dazwischen Aufgaben, regelmäßige Reflexion. Wenn das wegfällt, fehlt vielen Gründern die Struktur. Ein paar Praxis-Tipps, die ich Coachees mitgebe:

  • Wöchentliche Selbst-Sessions: Jeden Montagmorgen 30 Minuten allein – Was lief letzte Woche, was steht an, wo brauche ich Klarheit. Schreibtisch-Termin, kein Meeting.
  • Monatliche Strategie-Reviews: Einmal im Monat einen 90-Minuten-Block für strategische Fragen – Bilanz, Pipeline, kommendes Quartal.
  • Quartalsweise Externe Spiegelungen: Alle drei Monate ein Strategiegespräch mit einem Mentor, Sparringspartner oder einer Mastermind. Damit bleibst du nicht in deinem Echo-Raum.
  • Fester Akquise-Tag: Ein definierter Wochentag oder ein fester Vormittag, an dem du nichts tust außer aktiv neue Kunden ansprechen. Ohne dieses Ritual schläft die Akquise ein.

Häufige Fragen zur Phase nach dem AVGS-Coaching

Wie lange sollte der Folgesupport laufen?

Mindestens die ersten 6 Monate, idealerweise 12 Monate nach Coaching-Ende. Das deckt die kritische Anlauf-Phase ab und gibt dir genug Reflexionszeit, um Strategie-Anpassungen vorzunehmen. Nach 12 Monaten haben sich Routinen etabliert, und du kannst dich strukturell stärker selbst tragen.

Was kostet professionelles Folge-Coaching?

Einzel-Coaching liegt typischerweise bei 200–400 € pro Stunde. Mentoring-Programme sind häufig pauschal pro Monat (500–2.500 € je nach Intensität und Coach). Mastermind-Gruppen sind günstiger, oft 50–200 € pro Monat. Wichtig ist nicht der absolute Preis, sondern das Verhältnis zu deinem geplanten Business-Wachstum: Wenn 1.500 € im Monat dir helfen, monatlich 5.000 € mehr Umsatz zu machen, ist das eine kluge Investition.

Soll ich beim gleichen Coach bleiben?

Wenn die Chemie passt und der Coach auch Mentoring oder Folge-Coaching anbietet: Ja, Kontinuität spart Einarbeitungszeit. Wenn dein Coach nur AVGS-Themen abdeckt oder du das Gefühl hast, du brauchst eine andere Perspektive: Dann lohnt der Wechsel.

Brauche ich überhaupt Folgesupport?

Nicht zwingend. Wer sehr selbstständig ist, ein gutes eigenes Netzwerk hat und schon vor der Gründung unternehmerische Erfahrung mitbringt, kommt oft auch ohne durch. Aber: Die Mehrheit der Gründer profitiert in den ersten 12 Monaten von externer Spiegelung – nicht aus Schwäche, sondern weil Selbstständigkeit komplex ist und blinder Fleck schnell teuer wird.

Was wenn ich nach 6 Monaten merke, dass mein Geschäftsmodell nicht funktioniert?

Das passiert häufiger als man denkt – und ist nicht das Ende. Im Gegenteil: Wer früh merkt, dass etwas nicht trägt, kann pivotieren. Ändere die Zielgruppe, das Pricing, das Angebot oder den Vertriebskanal. Die Skills aus dem Coaching gelten weiterhin – du nutzt sie für die nächste Iteration. Wichtig: Nicht zu lange am ursprünglichen Plan festhalten, wenn die Daten dagegen sprechen.

Fazit: Coaching ist der Anfang, nicht das Ende

Das AVGS-Coaching gibt dir das Fundament: Idee, Struktur, Plan, erste Schritte. Aber das eigentliche Business entsteht in den 6–12 Monaten danach – wenn du die Strategie in echten Kontakt mit dem Markt bringst. Wer diese Phase strukturiert angeht, mit Selbst-Routinen und externem Sparring, hat deutlich höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als jemand, der nach Coaching-Ende einfach „mal schaut, wie’s läuft“.

Wenn du gerade aus einem AVGS-Coaching kommst und in dieser Phase strukturierte Begleitung suchst, sieh dir mein Business-Mentor-Programm an – es ist genau für die Wachstums-Phase nach Gründungs-Coaching gedacht. Falls du noch vor dem AVGS-Coaching stehst und dich generell informierst, lies AVGS Voraussetzungen 2026 oder direkt mein AVGS-Coaching.

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