Immer diese Gewohnheiten

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Immer diese Gewohnheiten

Immer diese Gewohnheiten 1707 2560 Felix Thönnessen

 

Bist du Ready? Oder bist du noch mit deinen Gewohnheiten beschäftigt? Sind Gewohnheiten immer so schlecht, oder eigentlich total toll? Und wie kannst du Gewohnheiten aufbauen oder ändern?

Genau darum geht es heute!

Ich werde dir da mal ein paar Tipps mit an die Seite geben. Also steigen wir mal ein.

Was sind Gewohnheiten?

Was sind denn überhaupt Gewohnheiten? Gewohnheiten sind Dinge, die man immer wieder tut, sodass sie selbstverständlich sind. Und sie sind eine zur Eigenschaft gewordene Handlungsweise. Klingt auf jeden Fall schon mal total toll.

Also das heißt Gewohnheiten sind Dinge, die du sehr regelmäßig machst, die du eigentlich immer tust, Teil deines Lebensalltags, deines vielleicht sogar Charakters, deiner Art und Weise des Lebens geworden sind, und die dadurch eben für dich eine besonders große Rolle spielen.

Gewohnheit oder Ritual?

Jetzt gibt es aber einen kleinen Unterschied der wichtig ist, es gibt Gewohnheiten und es gibt Regelmäßigkeiten oder Rituale. Es gibt Dinge, die mache ich regelmäßig, die sind für mich eine gewisse Art von Ritual und da muss ich immer daran denken, dass ich das auch mache.

Bei Gewohnheiten ist es eher so eine Art von intuitivem Aktionismus. Also das heißt, ich gehe hin, mein Körper geht hin und führt diese Tätigkeiten immer wieder repetitiv aus, ohne dass ich eigentlich großartig darüber nachdenken muss.

Ein klassisches Beispiel, was ich früher hatte war dieses Gerät hier, das Smartphone, das lag neben mir auf meinem Nachttisch, morgens bin ich wach geworden mit dem Wecker vom Smartphone und habe mir dieses dann genommen und erst mal im Bett gelegen und sofort mit E-Mails angefangen.

Das war ein relativ nerviger Start, weil du hast zwar auch schöne E-Mails wo drin steht Felix, du bist ein großartiger Typ, dein Podcast ist der beste aller Zeiten, deine YouTube Videos sind einzigartig und wir vergöttern dich. Aber auch ganz viele andere wo eben drin steht du Honk, du Nervesel, etc.

Das heißt ein Stück weit fremdgesteuerter Morgen, nicht dass ich darüber entscheide, wie mein Morgen abläuft, sondern dass eigentlich ehrlich gesagt andere Leute darüber entscheiden.

Tipp 1 – Gewohnheiten herausfinden

Ganz wichtig finde ich ist sich wirklich erst mal bewusst darüber zu werden Schritt eins, welche Gewohnheiten hast du überhaupt. Führe mal ein Zeitjournal, schreib mal deine Zeiten auf und versuche selber herauszufinden, welche Gewohnheiten du überhaupt hast. Viele Leute kennen ihre Gewohnheiten gar nicht, weil die so was wie etwas Unsichtbares sind, was die ganze Zeit stattfindet.

Ich bewege vielleicht meine Hände immer so und so, ich benutze immer bestimmte Worte, und bin mir gar nicht mehr bewusst darüber, dass ich das tue, und deswegen ist es manchmal so schwer diese Gewohnheiten auch zu identifizieren.

Das heißt allererster Schritt, wenn ich mich damit auseinandersetzen möchte, ist es für mich selber herauszufinden, ob ich bestimmte Gewohnheiten habe und wie diese überhaupt aussehen.

Was machst du, bevor du anfängst zu arbeiten, was machst du morgens, was machst du immer nach der Dusche, was machst du wenn du abends zurück nachhause kommst, was machst du vor dem Schlafengehen und so weiter. Das sind alles Gewohnheiten.

Tipp 2 – Gewohnheiten ändern

Die Herausforderung besteht dann darin, wenn du die ermittelt hast, Step One, wie kannst du die jetzt bestmöglich ändern? Weil vielleicht hast du auch Gewohnheiten, die du magst, die du gut findest, oder wo du gar keine Lust hast.

Ich hatte zum Beispiel früher immer Montags Döner Tag. Montagabends bin ich immer nachhause gekommen, bin zum Dönermann gelaufen, habe einen Döner gegessen und habe mir irgendeinen Jason Statham Ballerfilm rein gezogen. Das war Felix Abend, das war eine Gewohnheit.

Da wird jetzt irgendein Coach sagen, setz dich doch lieber dahin und lerne Spanisch. Nein, da hatte ich keinen Bock drauf, das war mein Abend, Jason, der Döner, Süßigkeiten, ich und nichts davon wegräumen. Aber das gehört doch auch dazu. Das heißt, es gibt Gewohnheiten, die vielleicht unterschiedliche Outputs mit sich bringen.

Das eine ist vielleicht eine Gewohnheit, die für dein Business super ist, das andere ist vielleicht eine Gewohnheit, die dir aber menschlich, körperlich oder was auch immer gut tut. Schlecht ist, wenn du Gewohnheiten hast, die nicht gut sind und die langfristig überhaupt keinen Nutzen für dich bringen. Je älter wir werden, desto schwieriger ist es, bestimmte Gewohnheiten zu ändern.

Warum? Weil die sich wie eingeschliffen haben, das ist wie ein Mahlrad, das dreht sich und dreht sich. Im Kindesalter ist es noch ein bisschen einfacher, klar wenn du einem Kind nie beibringst, dass es den Tisch aufräumen soll, dann darfst du dich halt nicht wundern, wenn es im Teenageralter keine Lust hat, überhaupt irgendetwas zu machen.

Man sollte also frühzeitig hingehen und darauf achten, eben bestimmte Gewohnheiten, Gewohnheiten geben übrigens auch Sicherheit, auch Kindern, zu implementieren.

Wenn du merkst, dass du Gewohnheiten hast, die für dich zu einem Problem werden, also zum Beispiel, machen wir jetzt mal etwas total Übertriebenes, immer wenn du von der Arbeit nachhause kommst nimmst du dir ein Nutella Glas und isst das mit einem Löffel auf.

Tipp 3 – Gewohnheiten bewerten

Dann ist das langfristig sicher nicht der richtige Weg. Das heißt wenn du alle deine Gewohnheiten aufgeschrieben hast, fang erst mal an zu bewerten welche Gewohnheiten potenziell nützlich sind und welche Gewohnheiten vielleicht schlecht sind. Und oft sind das wie Reihen. Um das mal simpel zu erklären, du musst dir vorstellen du hast wie eine Kette von Dingen die hintereinander weg passieren.

Wenn ich morgens aufstehe, dann mache ich ganz häufig immer eins, dann zwei, dann drei, dann vier, und die Dinge bauen auch so ein Stück weit aufeinander auf. Und das ist Fluch und Segen zugleich.

Wenn ich eine Kette habe, dass ich also weiß, mein Handy klingelt, es liegt da, dadurch nehme ich mein Handy, dadurch, dass ich mein Handy nehme, gucke ich in die E-Mails, dadurch, dass ich in die E-Mails gucke, fange ich an, sie zu beantworten. Dadurch, dass ich anfange sie zu beantworten, liege ich dann schon im Bett und habe die erste Stunde gearbeitet.

Wenn mein Handy aber nicht klingelt, sondern der Wecker, weil mein Handy unten im Wohnzimmer liegt und dort aufgeladen wird, kann ich gar nicht meine E-Mails checken.

Das heißt oft ist es so, dass du das erste Glied einer Reihe ändern musst, um die darauf aufbauende Gewohnheitsreihe anzupassen. Und du kannst auch Glieder dazwischen packen.

Wenn du jetzt zum Beispiel bleiben wir mal dabei, dein Handy checkst, deine E-Mails, und du merkst eigentlich in deinem Leben, dass du es sehr schade findest keinen Partner zu haben. Dann könntest du halt hingehen und sagen okay, nach dem E-Mail checken integrierst du immer zehn Minuten Tinder.

Dann mache ich das um die Wahrscheinlichkeit meinen Partner kennenzulernen zu erhöhen. Du kannst die Kette im Idealfall natürlich ganz am Anfang aufbrechen, sodass sie gar nicht erst entsteht, weil das sind so kausale Folgen. Oder du kannst natürlich auch hingehen und bestimmte Dinge implementieren.

Tipp 4 – Neue Kopplungen integrieren

Also Beispiel was ganz viele Leute haben ist, ich komme abends nachhause, ich setze mich auf die Couch, und immer, wenn ich mich auf die Couch setze esse ich eine Tüte Chips. Wenn ich mich aber gar nicht erst auf die Couch setze, dann esse ich vielleicht auch keine Tüte Chips. Und genauso kannst du auch neue Kopplungen und Gewohnheiten super integrieren.

Wenn du zum Beispiel hingehst und würdest sagen, hey, ich integriere morgens jetzt nicht mehr das Handy, sondern ich starte eine komplett neue kausale Kette und starte den Tag mit einem Spaziergang. Dann gewöhne ich mir immer an, nach dem Spaziergang ein Glas Wasser zu trinken. Und nach dem Glas Wasser esse ich immer einen Apfel. Sodass die Sachen so ein Stück weit aufeinander aufbauen.

Wichtig ist, es muss zu dir passen. Und das ist ein nächster, ganz ganz wichtiger Faktor, weil viele Leute machen eine Sache ganz falsch, die haben dann gehört, okay es gibt einen Miracle Morning, du musst um vier Uhr aufstehen, dann machst du eine halbe Stunde Yoga, dann machst du zwei Stunden Meditation, dann gehst du vier Stunden ins Fitnessstudio und dann ackerst du noch zwölf Stunden durch, währenddessen du noch 300 tolle Atemübungen machst.

Tipp 5 – Klein anfangen

Es muss zu dir passen. Eine große Erkenntnis, die ich für mich selber hatte ist, fang mit kleinen Dingen an. Fang an kleine Dinge in deinen Alltag zu integrieren. Manche davon werden bleiben, manche werden nicht bleiben. Und so kann man sukzessive Dinge umstellen.

Viele Leute versuchen, darum funktioniert Neujahr auch nicht, an einem konkreten Punkt alles zu verändern. Und das funktioniert meistens nicht, weil es überfordert uns einfach, es schmeißt uns alles durcheinander und raubt uns sämtliche Sicherheit.

Wenn ich aber hingehen würde und sage ich bewege mich im Büro viel zu wenig. Dann änder ich etwas. Also habe ich mir ein Laufbandgerät besorgt, auf dem ich ganz normal einfach nur gehe.

Das heißt, ich weiß, ich habe immer morgens folgende Aufgaben, die ich mache, und ich integriere diese in die Kette, dass eine der Aufgaben ist, das Gerät aufzubauen, sich auf das Gerät zu stellen und auf Start zu drücken und dann den anderen Aufgaben ihren Lauf zu lassen.

Ich mache also alle anderen Aufgaben, währenddessen ich aber schon auf diesem Gerät stehe. Finde ich super.

Tipp 6 – Eat The Frog

Nächster Tipp, wir haben oft Dinge, die wir so wegschieben und die wir den ganzen Tag mit uns herumtragen. Es gibt auch da eine Theorie, die heißt Eat The Frog, dass man morgens schon den Frosch isst. Also, dass du sagst okay das worauf ich eigentlich keinen Bock habe, das mache ich jetzt mal als allererstes, dann ist das weg.

Ich weiß noch meine Mutter hat immer früher gesagt, erst musst du das Käsebrötchen essen, dann darfst du eins mit Nutella. Ich wollte aber immer erst das mit Nutella, dann habe ich das gegessen und hatte dann natürlich auf das Käsebrötchen keine Lust mehr. Wenn ich aber erst das Käsebrötchen esse, was auch nicht so schlimm war, dann konnte ich das mit Nutella essen.

Nachher habe ich sogar gemerkt, der beste Trick ist der einfach das Nutella und das Käsebrötchen zusammenzuklappen, weil dann hat es nämlich am allerbesten geschmeckt.

Also achte mal auf deine Gewohnheiten, schau dir mal an welche Gewohnheiten du hast, welche Gewohnheiten eine Rolle spielen. Wir haben auch ein Video zum Thema Zeitmanagement, wie du dein Zeitmanagement noch optimieren kannst.

Und wenn du willst, dass wir dich und dein Business ein Stück weit optimieren, dann schau dir unbedingt nochmal den Business Check an und wir gucken uns kostenlos dein Business an. In dem Sinne schön, dass du dabei warst. Danke fürs Aufpassen.

Bleib motiviert

Dein Felix