Ein Plädoyer für die Gründung

Kostenloser Business Talk

Ein Plädoyer für die Gründung

Ein Plädoyer für die Gründung 432 288 Felix Thönnessen

Die ganze Welt spricht über einen Startup Boom – zumindest kommt es mir so vor, wenn ich mich auf Veranstaltungen mit kostenlosem Buffet rumtreibe. Das klingt doch eigentlich ganz cool, oder? Aber da man bekanntlich nicht alles glauben soll, was man so hört, habe ich mich ein bisschen umgeschaut.

In Deutschland sind circa 3 Prozent der Bevölkerung in eine Existenzgründung involviert oder als Unternehmer eines neuen Unternehmens registriert. Ist das viel? Nun, in den USA sind es etwa 9 Prozent. Das ist schon ein Unterschied, oder? Aber was sagt schon eine Statistik aus. 4.2 Millionen Menschen sind in Deutschland selbstständig. Klingt nicht übel. Leider fällt auch diese Zahl seit drei Jahren. Verdammt.

Warum wagen in unserem schönen Land so wenige Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit oder -härter formuliert- haben die Leute keine Lust mehr etwas Eigenes aufzubauen? Ist der Deutsche einfach kein Gründer? Ich stelle mal ein paar verwegene Theorien auf.

1. Uns geht es zu gut
Ich provoziere mal wieder ein wenig. Aber mal ehrlich. Wir haben wenig Arbeitslose und ein in weiten Teilen funktionierendes Sozialsystem. Warum sollte man sich da selbstständig machen?

2. Sicherheit für den Häuslebauer
Wir sind Sicherheitsfanatiker, wir scheuen das Risiko und wollen lange nicht unser Erspartes in Gefahr bringen. Also Finger weg von einer Gründung.

3. Es gibt doch alles schon
Jeden Tag gibt es hunderte neue Ideen, tausende neue Apps und Millionen neuer Websites. Warum soll ich mir den Stress antun?

Ich könnte die Liste noch ewig weiterführen, aber davon bekomm ich schlechte Laune. Also schließe ich das Ganze lieber mit einem kleinen Plädoyer für dein eigenes Unternehmen ab:

„Als ich mich vor vielen Jahren selbstständig gemacht habe, hatte ich kein Geld und auch keine Oma, die mir alles bezahlt. Aber ich hatte was Anderes: Einen Traum, einen Traum davon etwas Eigenes aufzubauen, anderen Menschen zu helfen und natürlich damit Geld zu verdienen. Der Wunsch war so stark, dass alles andere für mich nicht wichtig war. Ja, das ist blauäugig, also gut das ich blaue Augen habe. Ich habe den Schritt keinen einzigen Tag bereut und das heißt als notorischer Grübler eine Menge. Wenn du einen Wunsch in dir trägst, dann tu alles dafür dir diesen Wunsch zu erfüllen. Nicht für andere, nur für dich. Dann stehst du irgendwann da und blickst auf die vergangenen Monate und Jahre zurück und weißt das nur eine Person das möglich gemacht hat: Du.“

Bleib motiviert

Felix