Beziehungen sind Privatsache und Arbeit ist … nun ja Arbeit. Doch nicht selten kommt es vor, dass sich diese beiden Bereiche miteinander vermischen und dann ist Vorsicht geboten. Trotzdem ist eine gute Personalführung ohne das richtige Beziehungsmanagement im Beruf nicht denkbar. Was du aber bei einer Beziehung zu Kollegen oder deinen Kooperationspartnern am besten beachten solltest, werde ich dir in meinem folgenden Blogartikel erzählen.
Die Beziehung lebt von beiden Partnern
Mit einer Haltung wie „Ich zuerst und dann lange nichts“ funktioniert keine Beziehung auf Dauer. Natürlich braucht jede gute Beziehung gesunde Selbstliebe. Doch reiner Egoismus wirkt immer zerstörerisch.
Gerade im beruflichen Alltag und in Verhandlungen braucht jede Beziehung klare Grenzen und faire Regeln. Sind die Löhne gerecht? Verlaufen Gespräche respektvoll? Genau daran zeigt sich, wie tragfähig eine Beziehung wirklich ist. Denn Respekt bildet nicht nur die Basis jeder Beziehung, sondern des gesamten Miteinanders.
Auch unter Kollegen braucht es ein gesundes Gleichgewicht aus Geben und Nehmen. Wer dauerhaft nur an sich denkt, gefährdet jede Beziehung im Team. Im schlimmsten Fall schließt ihn die Gemeinschaft irgendwann aus.
Ebenso wichtig ist eine klare Erwartungshaltung auf beiden Seiten. Viele Probleme in einer Beziehung entstehen durch unklare Absprachen. Gerade im Team passiert das häufig. Oft formuliert auch die Führungsebene Aufgaben zu ungenau. Dann bleibt unklar, was eigentlich erwartet wird.
Genau hier zeigt sich, wie wichtig Kommunikation für jede Beziehung ist. Wenn beide Seiten Erwartungen früh und klar besprechen, passieren weniger Missverständnisse. Dadurch läuft der Arbeitsalltag sauberer und die Zusammenarbeit wird deutlich leichter.
Eine starke Beziehung entsteht also nicht zufällig. Sie braucht Fairness, Respekt, klare Kommunikation und ein gesundes Miteinander. Genau dann kann sie auch langfristig funktionieren.
Vertrauen ist der Schlüssel in einer Beziehung
Vertrauen in zwischenmenschlichen Beziehungen beginnt oft mit Loyalität. Viele Kollegen wirken auf den ersten Blick nett, freundlich und umgänglich. Doch nicht jedem solltest du blind den Rücken zukehren.
Was Kollegen wirklich von dir halten, zeigt sich oft erst in deiner Abwesenheit. Wirklich loyale Kollegen stehen zu dir, wenn andere schlecht über dich sprechen. Genau daran erkennst du echte Loyalität. Kollegen mit einer starken Beziehung zueinander sind hilfsbereit und schützen sich gegenseitig.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Treue. Viele stabile und funktionierende Beziehungen beruhen auf Verlässlichkeit. Im Job bedeutet das nicht, dass du nur einen Kollegen haben darfst. Es betrifft eher die Beziehung zwischen dir und deinem Vorgesetzten.
Wenn du dich beruflich neu orientierst, solltest du fair bleiben. Informiere deinen Arbeitgeber frühzeitig, wenn sich ein Wechsel abzeichnet. Schließlich plant er mit dir und deiner Arbeitskraft. Dein Weggang muss oft erst organisiert und aufgefangen werden.
Wenn du bereits Bewerbungsgespräche führst, dann geh diskret und professionell damit um. Und wenn du dich entschieden hast, beende die Zusammenarbeit sauber. Wirf nicht plötzlich alles hin und lass deinen Chef nicht einfach stehen.
Eine langjährige Beziehung beendet man schließlich auch nicht respektlos per Nachricht. Genauso sollte es im Job laufen. Vertrauen, Loyalität und Fairness zeigen sich oft genau in solchen Momenten.
Beziehung lebt vom Diskurs
In jeder menschlichen Beziehung, ob zu einem Kumpel oder meiner Partnerin, ich habe es immer gehasst, wenn mein Gegenüber nicht konfliktfähig war. Streiten innerhalb einer Beziehung ist eine Kunst, die erlernt sein will. Aber trotzallem ist das Streiten unfassbar wichtig.
Eine Beziehung zwischen zwei Menschen trennt sich nicht von heute auf morgen und wenn der Trennungsgrund irgendwann: Wegen unüberbrückbarer Differenzen lautet, dann haben sich im Vorfeld schon viele Dinge angestaut, die nicht vernünftig geklärt worden sind.<br />Viele Unternehmen und viele Kollegen gehen davon aus, dass Probleme, die unter den Teppich gekehrt werden, irgendwann von sich aus verschwinden.</p>
Auch bei Differenzen mit dem Vorgesetzten wird lieber ausgesessen als Paroli geboten. Doch kein Problem lässt sich aussitzen und kein unter dem Teppich gekehrtes Anliegen verschwindet wirklich. Im Gegenteil, sie stauen sich an und werden größer.
Daher gilt es insbesondere im Beruf die Probleme rechtzeitig anzusprechen, wenn sie noch klein sind, bevor sie zu großen Schwierigkeiten werden. Diese lassen sich meistens nicht mehr so leicht aus dem Weg räumen, weil sie bereits viel zu emotional aufgeladen sind.
Beziehungen sind nicht leicht
Eine Beziehung zu führen ist immer mit gewissen Problemen verbunden. Das liegt vor allem daran, dass zwei unterschiedliche Menschen auf einander treffen und mit einander arbeiten müssen. Schließlich verbringst du bei jedem normalen 9 to 5 Beruf und jeder regulären 40-Stunden Woche mehr Zeit mit deinen Arbeitskollegen und vielleicht sogar deinem Chef als mit deinen Freunden oder gar deinem Partner.</p>
Demzufolge sind Beziehungen im Beruf zu Kollegen oder zu Kooperationspartnern zwar wünschenswert, dürfen aber die Arbeit nicht in den Hintergrund treten lassen. Auch wenn du als Unternehmer eine gute Beziehung zu deinen Kooperationspartnern im Privaten hast, darfst du dein geschäftliches Denken dabei nicht außen vor lassen. Es ist in jedem Fall ratsam das Private und das Geschäftliche nicht allzu sehr zu vermischen.
Vielleicht werden dir Kooperationspartner, mit denen du eine gute Beziehung hast, die Produkte zu einem Freundschaftspreis verkaufen, aber sie werden sie dir keinesfalls schenken. Und das Sprichwort: „Bei Geld hört die Freundschaft auf“, ist meistens leider allzu wahr.
Doch ich möchte Beziehungen im Beruf keineswegs nur schlecht reden, denn auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Jeder möchte schließlich in einem Unternehmen arbeiten, bei dem zwischen den Mitarbeitern eine gute Beziehung herrscht.
Bleib motiviert,
Felix






