Es ist so, wie ich immer wieder sage: Es kommt nicht auf die Länge an. Ich weiß zwar gerade nicht, woran du denkst, aber ich spreche selbstverständlich über einen Kurzvortrag. Diese Form des Vortrags ist, meiner Ansicht nach, eine unterschätzte Präsentationsvariante. In diesem Blogartikel werde ich dir in drei wichtigen Punkten zusammenfassen, warum ich so denke.
Ein Kurzvortrag bündelt
Nicht immer ist es notwendig, dass eine lange und ausgiebige Rede zu einem Thema gehalten wird. Manchmal ist ein Kurzvortrag angebrachter und auch besser. Schließlich möchtest du durch so einen Vortrag die maximale Aufmerksamkeit deines Publikums haben und halten.
Als ich selbst neulich als Keynote-Speaker bei Gedankentanken auf der Bühne stand, war meine Redezeit auch streng begrenzt – eine Tatsache, die ich häufiger mal vergesse, sobald ich beginne das Publikum in meinen Kurzvortrag mit einzubeziehen. In diesem Zusammenhang kannst du gerne von meiner Notiz an mich selbst profitieren: Halte immer deine Zeit im Blick, wenn du so einen Vortrag hälst.
Aber bitte verstehe mich nicht falsch, wenn ich meine, dass ein Kurzvortrag dein Thema bündeln soll. Denn damit ist nicht gemeint, dass du währenddessen jeden deiner Punkte mechanisch abarbeitest und deinem Publikum somit einen stumpfen, uninteressanten Monolog hälst. Auch bei dieser Form der Präsentation solltest du kreativ sein und einen flippigen Vortragsstil mitbringen.
Diejenigen, die mich schon etwas länger kennen, wissen, dass ich auch während eines Kurzvortrags gerne einmal die eine oder andere Geschichte aus meinem Leben einfließen lasse. Das liegt nicht nur daran, dass es dadurch für das Publikum interessanter wird zuzuhören, sondern größtenteils daran, dass ich gerne anderen Leuten was erzähle und mit auf den Weg gebe.
Außerdem darfst du nicht vergessen, dass sich eine gute Rede durch eine korrespondierende Mimik und eine souveräne Gestik auszeichnet. Das gleiche gilt auch für diese Form des Vortragstils. Schließlich ist auch ein Kurzvortrag schlussendlich nur ein Vortrag und damit von einer guten Körpersprache abhängig.
Ein Kurzvortrag ist leicht
Heute fällt es mir zum Glück leicht, auf der Bühne zu stehen und frei zu sprechen. Viele meiner besten Ideen entstehen sogar direkt vor dem Publikum. Das war aber nicht immer so. Jeder, der schon einmal einen Vortrag vorbereitet hat, kennt den Aufwand dahinter.
Gerade deshalb ist ein Kurzvortrag für viele Menschen so attraktiv. Du stehst nur kurz im Mittelpunkt und musst nicht lange sprechen. Vor allem zurückhaltende Menschen greifen deshalb lieber zu einem Kurzvortrag als zu einer langen Rede. Weil die Redezeit begrenzt ist, lässt sich auch die Vorbereitung meist schneller umsetzen.
Grundsätzlich kannst du einen Kurzvortrag auf zwei Arten aufbauen. Entweder behandelst du ein Thema kompakt, aber gezielt. Oder du gibst deinem Publikum mehrere kleine Impulse zu verschiedenen Themen. Beides kann gut funktionieren.
Wichtig ist vor allem, dass du dir nicht zu viele starre Regeln einredest. Oft hört man, ein Kurzvortrag dürfe nicht länger als 15 Minuten dauern. Ein echtes Gesetz dafür gibt es aber nicht. Ob etwas kurz oder lang wirkt, hängt oft vom Publikum ab.
Für eher schüchterne oder unerfahrene Redner hat ein Kurzvortrag noch einen weiteren Vorteil. Er ist oft so kurz, dass du gar keine Zeit hast, richtig nervös zu werden. Das hilft dir und hält gleichzeitig die Aufmerksamkeit des Publikums hoch.
Trotzdem braucht auch ein Kurzvortrag eine klare Struktur. Nur so bleibt ein roter Faden erkennbar. Eine saubere Gliederung und einige Stichpunkte reichen dafür meist völlig aus. Genau das macht den Kurzvortrag so angenehm effizient.
Ein Kurzvortrag ist zeitgerecht
Falls du etwas schmunzeln musstest, als du diese Überschrift gelesen hast, dann hast du den Wortwitz verstanden. Falls nicht, kommt hier eine kleine Erklärung für dich:
Auf diese Weise kannst du deinen Zuhörern in kurzer und gebündelter Form ein Thema nahe bringen, gezielte Anreize schaffen oder neues Wissen vermitteln. Die meisten Leute, die ich kenne, möchten nämlich gerne Zeit sparen. Ein guter Kurzvortrag beherzigt daher eine wichtige Regel: In der Kürze liegt die Effizienz.
Wenn du einmal zurückdenkst waren doch die Lehrer und die Professoren am schlimmsten, die ein und dasselbe Thema immer und immer wieder bis zum letzten Detail aufgerollt haben. So sehr, dass du es nicht mehr hören konntest. Das kann bei einem Kurzvortrag nicht passieren – bei zu langen Reden hingegen schon.
Doch nicht nur dein Publikum möchte seine Zeit sinnvoll investieren, sondern auch du solltest die kurze Zeit, die dir zu Verfügung steht, adäquat nutzen. Indem du auf dein Thema fokussiert bleibst, verhinderst du zu lange Ausschweifungen.
Schließlich soll man gerade bei einem Kurzvortrag dann aufhören, wenn es am schönsten ist. Und in diesem Sinne verabschiede ich mich ganz herzlich von dir!
Bleib motiviert,
Felix






