Durch Priorisieren zu Spiderman werden

Felix Thönnessen 0 Comments

Habe ich dir eigentlich schon einmal davon erzählt, dass ich von meiner Kindheit an bis zum jetzigen Zeitpunkt niemanden so sehr bewundert habe wie Spiderman? Er ist der Einzige, der es schafft seinen unfassbar stressigen Alltag und sein turbulentes Privatleben gleichermaßen zu meistern und ganz nebenbei auch immer wieder die Welt zu retten. Das hat großen Respekt verdient. Doch Spidermans Geheimnis liegt im erfolgreichen priorisieren von Aufgaben. In diesem Artikel erfährst du mehr dazu.

Warum musst du priorisieren?

Bei Spiderman ist diese Frage ziemlich einleuchtend. Er wurde als Kind von einer Spinne gebissen und hat daraufhin Superkräfte entwickelt, die einzig sind in ihrer Art. Er ist somit der Einzige, der die Menschheit vor ihrem Untergang bewahren kann.

Allerdings geht es in seinen Aktionen häufig um Leben und Tod. Ich unterstelle jetzt einfach mal, übermütig wie ich bin, dass du in deinem alltäglichen Wahnsinn zwar auch priorisieren musst, es aber in den meisten Fällen keine lebensbedrohlichen Entscheidungen sind, die du zu treffen hast.

Doch wie entstehen diese Probleme überhaupt, bei denen es darum geht Prioritäten zu schaffen, weil sich die Arbeit ansonsten ohne Ende anhäufen würde? Du wirst lachen, aber sie entstehen durch zu viel Arbeit – wer hätte das wohl gedacht?

Viele Menschen neigen dazu sich mit Aufgaben zu überladen. Sie können ihrem Chef oder ihrem Vorgesetzten einfach nicht nein sagen. Dadurch kann es passieren, dass sie sich verzetteln und mit ihrem Arbeitspensum, weil sie gerne gefallen wollen und möglicherweise auf die nächste Beförderung hinarbeiten, nicht mehr zurecht kommen.

Hin und wieder tut dir ein Einfaches „Nein“ aber gut. Es verschafft dir Freiräume. Niemand muss ständig parat stehen und immer präsent sein, es sei denn es geht in deinem Beruf tatsächlich um Leben und Tod.

Früher habe ich in meinem Job immer 100% gegeben und mich dadurch völlig verausgabt. Als ich dann mit einer guten Freundin darüber gesprochen habe, sagte sie mir, dass es gar nicht notwendig sei seinem Job ständig seine gesamte Energie zu widmen.

Lustiger weise klang das für mich sehr einleuchtend, dennoch habe ich auch gemerkt, dass ich die ersten Wochen mir selbst gegenüber ein richtig schlechtes Gewissen hatte, weil ich nicht alles geleistet habe, was eigentlich gegangen wäre. Nach drei weiteren Wochen hingegen, war ich überrascht wie gut dennoch alles lief ohne dass ich ständig meine Kraftreserven in die Arbeit steckte.

Was ich dir damit sagen will, ist, dass es uns manchmal gar nicht auffällt wie gut wir eine Sache machen, wenn wir sie erledigen. Häufig stecken wir viel zu viel Energie in Details, die für das Endergebnis nur kleine bis gar keine Auswirkungen haben. Dinge, die nicht perfekt sind, aber dennoch liegen zu lassen, weil sie auch in diesem Stadium vollkommen ausreichend sind, ist ein Lernprozess, der nicht über Nacht geschehen wird. Versuche dich daher einmal in deinem Alltag zu beobachten:

Lässt du dir von Kleinigkeiten manchmal zu viel Kraft rauben und falls ja, sind das Dinge, die wirklich wichtig sind und deine Ergebnisse stark beeinflussen würden? In den meisten Fällen lautet die Antwort auf diese Fragen nein, daher kann ich jedem mit ruhigem Gewissens empfehlen nicht immer 100% zu leisten.

 

Priorisieren nach Wichtigkeit und Dringlichkeit

Bestimmt kennst du es auch, es gibt alltägliche Aufgaben, die wichtig sind und es gibt welche, die sind dringend. Dingende Aufgaben sind meistens diejenigen, die wir nicht so gerne machen, weil sie uns im Nacken sitzen und es sind oft auch diejenigen, die uns unbewusst herunterziehen.

Das Priorisieren von Aufgaben führt dazu, dass die wichtigen Aufgaben auch weiterhin wichtig bleiben ohne an Dringlichkeit zuzunehmen. Denn je länger du eine wichtige Aufgabe liegen lässt und auf die lange Bank schiebst, desto dringlicher wird sie werden. Die Dinglichkeit geht daher immer auf Kosten der Wichtigkeit.

Daher ein gut gemeinter Rat von mir, der zunächst ein wenig merkwürdig klingen mag: Versuche die Aufgaben, die dir besonders unangenehm sind immer zuerst zu erledigen. Psychologisch gesehen sind Dinge, die uns keinen Spaß machen, immer mehr Arbeit als welche, bei denen wir mit großer Freude dabei sind.

Versuche zu priorisieren, indem du alle Sachen erledigst, die dir schwer fallen und unbequem für dich sind. Denn es sollte dir immer klar sein, dass eine aufgeschobene Aufgabe zwar zeitlich nach hinten verschoben wurde, aber immer noch unterschwellig im Raum steht.

Sie nervt dich unterbewusst und verhindert, dass du erfolgreich abschalten und deine (vermeintliche) freie Zeit genießen kannst. Sobald du es zur Gewohnheit gemacht hast, dass eine unangenehme Aufgabe zuerst erledigt wird, fällt es dir viel leichter eine gewisse Erledigungsroutine für unangenehme Aufgaben in deinen Alltag zu integrieren.

Wenn du gerne mehr über Selbstmotivation erfahren willst, die dir dabei hilft in deinem Alltag besser zu priorisieren, dann klicke hier.

 

Ich muss noch kurz die Welt retten

Zu guter Letzt, versuche dir klar zu machen, warum es so wichtig ist die Dinge, die du erledigen musst tatsächlich abzuarbeiten. Das gibt dir während du die einzelnen Punkte deiner To-Do-Liste erledigst die notwendige Motivation, die Aufgaben hinter dich zu bringen.

Große Projekte lassen sich optimal in kleinere Zwischenziele unterteilen, damit es dir leichter fällt dir einen Überblick über dein bestehendes Arbeitspensum zu schaffen, sodass du erfolgreich priorisieren kannst.

Indem du lernst deine anstehenden Aufgaben vernünftig zu priorisieren, wirst du nicht mehr so schnell in die Aufschieberitis-Falle tappen. Wenn du mehr über Aufschieberitis erfahren willst und wie du diesem nervigen Laster am leichtesten entgegenwirken kannst, dann klicke hier.

Prokrastination erfolgt meistens dort, wo die Arbeit sich angehäuft hat und es keine klare Struktur mehr gibt, wie das Pensum am besten zu bewältigen ist. Ich habe dazu einmal einen guten Spruch gelesen: „Wer den Überblick verloren hat, sollte wenigstens den Mut haben sich zu entscheiden.“

Wenn du anfängst deine Aufgaben zu priorisieren, triffst du ständig Entscheidungen und schmiedest somit einen Plan für den weiteres Vorgehen.

Du hast im Leben natürlich immer die Wahl. Entweder du wirst ein geordneter Mensch mit klaren Linien und Strukturen, der auf seine Ziele durch richtige Organisation in keinen Zwischenzielen hinarbeitet oder du lässt es zu, dass sich die Aufgaben anhäufen und der Berg immer größer wird, bis du den Überblick verloren hast.

Im ersten Fall hast du gelernt zu priorisieren und gestaltest dein Leben aktiv. Im zweiten Fall, bleibst du passiv und lässt es zu, dass dein Leben mit dir aktiv ist. Also entscheide du und:

Bleib motiviert Felix

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