Warum solltest du dich selbstständig machen

Felix Thönnessen 0 Comments

Was kann im schlimmsten Fall passieren? – Eine Wertschätzung für die eigene Gründung

„Ich sitze am Schreibtisch und blicke aus dem Fenster. Was mache ich hier eigentlich? In den letzten Wochen ist es wieder besonders schlimm, gerade morgens. Vielleicht sollte ich mich doch selbstständig machen.“

So oder so ähnlich fangen die meisten Texte an, die uns motivieren sollen über ein eigenes Unternehmen nachzudenken. Aber das halte ich schlicht gesagt für Blödsinn.

Warum? Nun, sollte ich mich für eine Existenzgründung entscheiden, weil mein derzeitiger Beruf mich nicht erfüllt? Ich denke nicht, Das wäre so als würde ich Eis statt Schokolade essen, um abzunehmen. Selbstständigkeit ist eine bewusste Entscheidung und in der Regel kein Ausweg aus der derzeitigen Trostlosigkeit. Versteh mich da nicht falsch, aber wenn dein derzeitiger Job dich nicht erfüllt, dann such dir zunächst einen anderen. Eine Gründung ist in den seltensten Fällen die richtige Lösung.

„Wie erkenne ich denn dann bitte, ob ich bereit bin etwas Eigenes aufzubauen und wann ist der richtige Zeitpunkt dafür?“ Nun, ich glaube keine Frage ist mir in den letzten Jahren öfter gestellt worden und die Antwort ist dennoch so simpel. Die richtige Antwort lautet: „Gar nicht. Du wirst nie wissen, ob der richtige Zeitpunkt gekommen ist und du genau diesen Weg gehen solltest.“ Ich hoffe das klingt dir nicht zu trist, aber es ist eben genau so. Es wird nie ein Stern am Himmel aufgehen oder einen magischen Moment am Frühstückstisch geben. Aber weißt du was? Das ist auch gut so. Warum?

Nun, wenn es keinen Moment gibt auf den du warten musst, dann kann jeder Moment der richtige sein.

Wenn ich an meine eigene Existenzgründung zurückdenke, dann gab es diesen Moment ebenfalls nicht, aber es gab einen Wunsch. Einen Wunsch, Dinge selbst in die Hand zu nehmen und über mein berufliches Schicksal selbst zu bestimmen. Vielleicht klingt dir das zu romantisch, aber genau das war es für mich. Wenn andere sich ein Fahrrad gewünscht haben, war mein Wunsch irgendwann eine eigene Firma zu haben. Natürlich nicht mit 10 Jahren, aber den Wunsch habe ich immer in mir getragen und es war mir klar, dass ich diesen Wunsch nur selbst erfüllen kann. Hier gab es auch keinen anderen Menschen, der mir die Entscheidung abgenommen hätte. Es gab auch keinen Vorfall in meinem Angestelltenverhältnis oder sonst etwas, dass ein konkreter Auslöser gewesen wäre.

Erkenntnisse eines Kopfmenschen

Als gelernter BWL treffe ich viele Entscheidungen bedacht und halte mich da für einen Kopfmensch. So habe ich auch am Anfang meiner Selbstständigkeit eine Pro- & Contra-Liste erstellt. Ich habe Argumente gesammelt, die für eine Gründung und solche, die dagegensprechen gesammelt. Am Ende hatte ich auf der Contra-Liste 10 Punkte stehen und auf der Pro waren es 5. Unsicherheit, mehr Risiko, kein festes Gehalt, keine bestehenden Kunden, kein Geld für die Gründung standen gegen Freiheit und die eigene Entscheidung. Das Ergebnis dieser Liste hätte eigentlich sein müssen, dass ich weiter angestellt bleibe. Manchmal kommt es dann eben anders. Es kommt nicht auf die Anzahl der Argumente, sondern auf deren Tragkraft an.

„Mit 26 Jahren stürzt du dich in dein Unglück.“

Sammle doch erstmal ein paar Erfahrungen und dann kannst du dich immer noch selbstständig machen. Ich glaube solche Sätze habe ich am Anfang zur Genüge gehört. Nicht aus Boshaftigkeit, sondern viel mehr von Menschen, die mich vor einer Fehlentscheidung schützen wollten. So habe ich natürlich lange darüber nachgedacht, wie der Weg für mich aussehen soll. Irgendwer muss schließlich noch die 15.000 Euro Bafög zurückzahlen. In dem Moment habe ich gelernt, dass niemand außer mir mein Schicksal bestimmt.

Was mir dabei sehr geholfen hat …

… war die Vorstellung meiner eigenen Zukunft. Wenn ich über meine berufliche Karriere nachgedacht habe, habe ich mich nie in einem Firmenporsche gesehen, der dicke Deals für das Unternehmen reinholt. Versteh mich nicht falsch, natürlich kann das erstrebenswert sein, dennoch war das nie mein persönliches Ziel. Ich habe mich selbst auf einer Bühne gesehen, in Gesprächen mit Gründern oder beim Einrichten meines eigenen Büros. Genau diese Gedanken haben mich glücklich gemacht und genau das wollte ich unbedingt. Ich finde diesen Blick in die eigene Zukunft sehr hilfreich. Wer, wenn nicht ich, weiß wohin ich will. Natürlich kann ich leicht reden. Ich hatte zu der Zeit keine Frau und auch keine Kinder und das Risiko war allein meins. Ich verstehe viele potenzielle Gründer in meinem Büro, die sich genau um den Punkt Gedanken machen. Hier muss ich genau abwägen, ob mein Wunsch, dem Glück oder der Sicherheit meiner Familie im Wege steht. Oft, gibt es aber bei zwei Lösungen eine dritte, die beide Seiten glücklich macht.

Meine Definition von Erfolg

„Ich geh in den Wald Pilze finden.“, heißt es so schön bei Janosch. Eins meiner Lieblingssätze, weil das Ergebnis bereits Bestandteil der Aufgabe ist.

Eine Selbstständigkeit klappt nur mit 120 Prozent. Schließlich sagt man so schön: „Selbst und ständig.“ Ich glaube der Satz sollte aus dem Sprachgebrauch gestrichen werden, weil es Quatsch ist. Ja richtig, Quatsch. Warum? Nun, wenn man etwas Eigenes aufbaut, braucht man in erster Linie Leidenschaft und Glaube an sich selbst und ja, natürlich auch Zeit. Aber es geht wie bei allen Dingen darum, wie man diese Zeit richtig einsetzt. Ich erinnere mich an meine Zeit in der Unternehmensberatung. Wenn ich abends um 19 Uhr heimging, kann ich mich an einen Kollegen erinnern, der mich mit dem Satz: „Machst du nur einen halben Tag“, verabschiedete. Am nächsten Morgen beim Chef, stellte sich nicht selten heraus, dass der nette Kollege sein Projekt trotz Arbeitstag bis 23 Uhr nicht fertiggestellt hatte. Bei einer erfolgreichen Gründung kommt es vor allem oft die richtige Priorisierung und den passenden Fokus auf die wichtigen Dinge an und eben nicht darauf, ob man 70 Stunden die Woche arbeitet. „Felix, du arbeitest doch bestimmt von morgens bis abends“, ist ein anderer Satz, den ich oft höre. Oft antworte ich überraschend darauf, dass ich in meiner eigenen 4-Tageswoche auch schon mal bis 9 Uhr schlafe oder um 15 Uhr Feierabend mache. Natürlich habe ich auch andere Tage, aber insgesamt kann ich jetzt nach einigen Jahren sagen, dass ich weniger arbeite und mehr verdiene. Das ist für mich meine persönliche Definition von Erfolg. Je mehr Zeit ich für andere Dinge habe, je eher definiere ich mich persönlich als erfolgreich.

Ein Gummibaum

Zu Beginn meiner Selbstständigkeit hat meine Großmutter mir einen Gummibaum geschenkt, der nach ihrer eigenen Auskunft für Geld sorgen sollte. Natürlich war mir klar, dass das nicht funktionieren kann, aber ein bisschen symbolischer Glaube kann doch nicht schaden. Wenn ich an die Anfangszeit zurückdenke, waren die eher von Rückschlägen geprägt. Aber was bleibt, sind letztendlich die positiven Erfahrungen. Der erste Auftrag über 1.000 Euro. Wahnsinn, dass mir jemand so viel Geld bezahlt für meine Leistung. Ein unbeschreibliches Gefühl, dass mich in meiner Entscheidung unfassbar bestätigt hat – Gänsehaut am ganzen Körper. Natürlich reichen 1.000 Euro als Gründer nicht lange, aber für eine Flasche Sekt von Aldi hat es definitiv gereicht.

Dein eigenes Sicherheitsnetz

Mir hat mal ein schlauer Mensch eine Frage gestellt: „Felix, was kann im schlimmsten Fall passieren?“ Ich habe lange über die Frage nachgedacht und meine Antwort war: „Nichts.“ Nichts Schlimmes kann mir wiederfahren, wenn ich mich selbstständig mache. Im schlimmsten Falle würde ich scheitern und würde dennoch unfassbar viele Erfahrungen sammeln. So würde ich selbst beim Scheitern gewinnen. Eigentlich doch eine wunderbare Erkenntnis, oder? Allein die Erfahrung im ersten Jahr meiner Gründung hat mich unglaublich wachsen lassen und mich zu einem wirklichen Unternehmer gemacht.

Egal, wie lange du über eine eigene Gründung nachdenkst, der richtige Moment kommt ganz von allein. Und wenn er nicht kommt? Dann bist du dort, wo du geradestehst, genau richtig. Aber wenn du ohne erkennbaren Grund, das Gefühl hast, dass dieser Moment nun gekommen ist, dann ergreife ihn und schreite voller Mut und Zuversicht voran:

Was kann im schlimmsten Fall passieren?

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist ein ziemlich großer und sicherlich auch mit vielen Risiken und Gegenargumenten verbunden. Zudem gibt es viele Leute, die Dir dazwischenreden und es besser wissen – so ist es ja meistens. Wir wollen uns aber eher der „Guten“-Seite widmen. Pessimisten gibt es sowieso schon mehr als genug – braucht zwar keiner, sind aber trotzdem da. Auch damit muss man erst mal klarkommen.

Selbstständig machen

Denn wenn Du einen Traum hast, den Du realisieren möchtest, dann solltest Du daran festhalten! Egal was Dir Tante Erna auf der nächsten Familienfeier erzählt oder ob der Kioskbetreiber von nebenan so überhaupt nicht begeistert von deiner Idee ist. Was natürlich nicht heißt, dass man prinzipiell keine Ratschläge oder Kritiken annehmen sollte – vielleicht vorher nur gesund einschätzen wie sinnvoll diese sind und von wem diese kommen. Du lebst schließlich nur einmal – wo wir auch schon bei einem guten Grund wären, warum Du den Weg in die Selbstständigkeit unbedingt wagen solltest.

Bestimmt hast du schon einmal von dem Buch gehört, indem Menschen auf dem Sterbebett gefragt wurden, was sie am meisten bedauern oder in ihrem Leben gar bereuen. Mit überdurchschnittlicher Häufigkeit gaben diese Antworten wie: „Dass ich nicht mutiger war. Dass ich nicht mal ein Risiko eingegangen bin.“ In den seltensten Fällen bedauern wir die Dinge, die falsch waren oder schief gegangen sind, sondern immer nur das, was wir uns nicht getraut haben.

Natürlich ist jede Selbstständigkeit mit einem nicht unerheblichen Risiko verbunden, doch wenn du einen Traum hast, den du dir realistischerweise erfüllen könntest, es aber nur nicht in Angriff nimmst, weil du dich jetzt davor fürchtest, kann es in einigen Jahren vielleicht zu spät dafür sein. Risiken gehören zum Leben dazu und mehr als schief gehen (auch wenn das nun sehr salopp klingt) kann es nicht. Das „Nein“ hast du schon, aber das „Ja“ kannst du kriegen.

Dafür sollten natürlich die oben beschriebenen Voraussetzungen gegeben sein. Ich habe einfach mal ein paar Gründe zusammengestellt, die Dich hoffentlich überzeugen werden. Warum solltest du dich selbstständig machen? 

Selbstständig werden

1 Du verfolgst nur noch deine eigenen Ziele

Klar fragst Du Dich vielleicht, ob Du jetzt keine hast. Da sind doch tagtäglich Ziele. Nächste Woche noch musst Du eine Aufgabe fertig haben. Irgendwann wolltest Du ein Studium abschließen. Eine Beförderung wäre auch nicht schlecht. Oder eine Festanstellung nach dem Studium. Klar sind das Ziele, aber sind es wirklich deine? Ich kann aus Erfahrung sprechen – nichts ist bereichernder als sich eigene Ziele stecken zu können. Und diese letztlich auch zu verwirklichen. Also nimm dein Leben in die Hand und setz Dir eigene Ziele. Es lohnt sich, ganz Herr seiner Meilensteine zu sein. So ist man am Ende doppelt so stolz.

Häufig arbeiten wir nur unsere täglichen To-Do-Listen ab und wollten damit unsere Lehrer, unsere Vorgesetzten oder unsere Arbeitskollegen beeindrucken. Doch wo in diesem Szenario stehen wir selbst? Meistens widmen wir uns unseren Träumen erst dann, wenn alle notwendigen Aufgaben erledigt worden sind und der Stress des Alltags von uns abfällt. Oder wir sind dadurch gestresst, dass wir unsere Aufgaben viel zu lange vor uns hergeschoben haben. Wenn du mehr über Prokrastination lesen willst, dann klicke hier

Ich kann dir jedoch nur ans Herz legen, dass du dir stets genügend Zeit für dich und die Erfüllung deiner persönlichen Ziele und Träume nimmst! Wenn du dich selbstständig machen machst, dann bist du dein eigener Chef und jede noch so kleine (von außen betrachtet) unnötige Aufgabe, muss dann ebenso abgearbeitet werden, wie die auf deinen früheren To-Do-Listen. Doch nun gibt es einen wesentlichen Unterschied: Jeder noch so kleiner Punkt auf der Liste, den du abharken kannst, bringt dich schlussendlich deinem Ziel näher und wurde für niemand anderen fertiggestellt als für dich allein.

2 Dein Tag ist das, was er sein sollte – deiner

Eines sollte Dir bewusst sein: Kritik und Gegner wird es immer geben. Diese sind aber nicht unbedingt negativ (jedenfalls nicht für deinen Erfolgsweg). Denn Kritiker sind ein guter Weg, um
selbst kritisch an die Sache ran zu gehen und eventuelle Mängel zu erkennen, die man sonst übersehen hätte.

Zudem stärken Kritiker den Ansporn und das Selbstwertgefühl, wenn man sie richtig behandelt.

Konstruktive Kritiker dienen dabei immer als Spiegel für dein Verhalten und deine Tätigkeit. Häufig nehmen wir uns selbst immer anderes wahr, als ein Außenstehender. Es kann also von Zeit zu Zeit sehr hilfreich für dein Vorankommen sein, wenn du Kritiker hast, die es wohlwollend mit dir meinen und dir einige Schwächen in deiner Umsetzung vor Augen führen.

Der Umgang mit destruktiven Kritikern, wenn du dich selbstständig machen willst, verleiht dir auf Dauer ein dickes Fell. Neider gibt es überall und Menschen, die dir deinen Erfolg nicht gönnen, wirst du an jeder Straßenecke finden. Daher kannst du an ihnen am besten einüben, wie du dich in einer Konfliktsituation am besten verhälst. Lass dich keinesfalls provozieren und bleib ruhig und entspannt. Ich habe dazu einmal folgendes Zitat gelesen: „Wenn du kritisiert wirst, musst du irgendwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der am Ball ist.“ Das gilt selbstverständlich nicht für Kritik per se, aber für Menschen, die dich in deiner Selbstständigkeit nur nieder machen wollen, trifft es allemal zu.

Wer wollte es seinen Gegner nicht auch schon mal „so richtig zeigen!“? Auch Unsicherheiten sind normal und keineswegs schlecht. Wer so einen großen Schritt wagt, der geht nun mal ein Risiko ein. Das ist unser natürlicher Schutzinstinkt und hilft uns, mit Thematiken vorsichtig umgehen zu können. Du musst dein Unternehmertum zwar nicht mit Samthandschuhen anfassen, aber sie wie John Rambo durch die Wand hauen wäre sicherlich auch nicht förderlich. Selbstständig machen mit Bedacht.

3 Selbstständig sogar als Schlafmütze

Ich kenn das Problem nur zu gut – nahezu kein Gefühl gleicht dem, morgens ausschlafen zu können. Klar hast Du als Gründer und auch zukünftig als Unternehmer eine Menge zu tun – aber jetzt mal unter uns: ob Du den Papierkram morgens um sieben, oder mittags um eins erledigst, ist hierbei völlig egal – vorausgesetzt natürlich Du erledigst ihn auch. Die Selbstständigkeit bringt in dem Sinne mit was sie verspricht – Du Selbst bist für Dich, deine Idee und später einmal für dein Unternehmen verantwortlich. Die zeitliche Flexibilität solltest Du hierbei auf jeden Fall positiv für Dich nutzen und den Alltag nach deinen Vorlieben strukturieren – Nichts desto trotz kommt die Arbeit meistens vor dem Vergnügen.

Das Einzige, auf das du dabei aber wirklich achten solltest, ist, dass du nicht zum Workaholic mutierst. Schließlich heißt es so schön: In der Selbstständigkeit verbergen sich zwei Dinge: Selbst und Ständig. Achte darauf, dass dein neues Unternehmertum nicht zu einer 24/7 Aufgabe wird, die dich niemals abschalten lässt. Ein großer Vorteil ist hingegen, dass du in keinem anderen Beruf eine so große zeitliche Flexibilität erhalten wirst, wie als ein Existenzgründer, der sich selbstständig macht.

Dadurch, dass du dein eigener Chef bist, kannst du dir deine Arbeitszeiten frei einteilen. Damit hast du zwar eine Menge Verantwortung, aber auch unfassbar viele Freiheiten. 

4 Man lernt niemals aus – erst Recht nicht als Unternehmer

Während dem Prozess der Gründung wirst Du nicht nur einmal einer Situation ausgesetzt sein,
die Du denkst nicht mit deinen vorhandenen Fähigkeiten lösen zu können. Als Tipp gilt hier immer: Nicht zu schnell den Kopf in den Sand stecken. Ins kalte Wasser geschmissen zu werden kann durchaus gut tun um die eigenen Fähigkeiten auszubauen und unter Beweis stellen zu können. Wenn man gezwungen oder beziehungsweise in bestimmten Situationen auf sich allein gestellt ist entwickelt man meist unentdeckte Fähigkeiten – eben aus dem Grund, weil man muss!

Außerdem besteht das ganze Leben aus lebenslangen Lernen. Jeder mensch entwickelt sich natürlich unterschiedlich schnell weiter, als Selbstständiger hast du meistens jedoch keine andere Wahl, als dich fortwährend weiter zu entwickeln und zu bilden. Wäre es nicht ein schönes Gefühl, wenn dein Beruf dich zeitgleich so erfüllen würde, dass er dich auch persönlich ausfüllt? Dass du an ihm wachsen und dich weiterentwickeln kannst?

Auch wenn es am Anfang einige Aufgaben geben wird, die dir zunächst unlösbar erscheinen, garantiere ich dir, dass du in einigen Jahren auf diese Phasen zurückblicken und stolz auf dich sein wirst, weil du sie dennoch alle gemeistert hast. Die meisten Menschen trauen sich nicht so viel zu und wissen daher nicht, welches Potenzial eigentlich in ihnen schlummert. Wenn du dich selbstständig machst, wirst du sehr bald feststellen, dass du weitaus mehr leisten kannst, als du es jemals für möglich gehalten hättest.

5 Steh nicht mehr zwischen den Stühlen, sondern mit gehobenem Haupt auf nur einem

Als Unternehmer trägst Du allein die Verantwortung für deine Idee und die Struktur/ den Ablauf deines Unternehmens. Damit sind im Vorfeld einige Entscheidung verbunden, die das Unternehmen später stark prägen. Hier ist es wichtig, dass Du Dich und dein Unternehmen mit den Entscheidungen klar positionierst. Rumeiern hilft da wenig – alles was nicht sicher entschieden ist, bringt Dir streng genommen gar nichts. Aber glaubt mir – sich trauen hilft und kann Wunder bewirken und wirkt sich stark auf die Persönlichkeit aus. Auch privat wirst Du so entscheidungsfreudiger und setzt deine Meinung Durch – ein extrem gutes Gefühl.

Darüber hinaus lernst du weitsichtigere Pläne zu schmieden. Wenn du überlegst wie lange es gedauert hat oder dauern wird einen Businessplan zu entwerfen, den du später bis ins Detail ausarbeiten wirst, um ihn später umzusetzen, dann weißt du bereits oder wirst es bald wissen, was es bedeutet einen langen Atmen bei einer Sache zu haben und am Ball zu bleiben. Und du wirst auch feststellen, wie schön das Gefühl von Erfolg ist, den du niemandem zu verdanken hast als dir selbst.

Nebenberuflich Selbstständig

Gerade, wenn du frisch von der Uni kommst und noch gar nicht recht weißt, was du genau mit deinem Leben anfangen sollst und dir die reine Selbstständigkeit noch viel zu unsicher erscheint, kannst du mit einer nebenberuflichen Selbstständigkeit einen kleinen Probelauf starten. Dabei sammelst du erste Erfahrungen als Selbstständiger und bekommst schon einmal ein Gefühl dafür, wie es ist selbstständig zu arbeiten.

Dabei bist du beim Finanzamt zwar offiziell Selbstständig gemeldet und hast auch deine eigene Steuernummer unter der du Rechnungen schreiben kannst, allerdings ist die nebenberufliche Selbstständigkeit erst mal nichts anderes als ein lukrativer Nebenjob, den du als zweites Standbein zu deinem zusätzlichen Beruf ausbauen kannst. Dabei hast du erst einmal genügend Zeit für dich herauszufinden, ob du dich tatsächlich selbstständig machen willst und sollte diese Nebentätigkeit gut laufen, dann kannst du dich immer noch vollständig selbstständig machen.

Selbstständigkeit im Netz

Auch im Internet findest ohne großartige Recherche eine Vielzahl von Beiträgen über eine erfolgreiche Selbstständigkeit. Diese bieten u.a. Fördermöglichkeiten für Menschen, die ein Start-up gründen wollen an. Eine sehr gute Adresse, die ich dir da empfehlen kann, ist: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz: KfW). Dabei handelt es sich um eine Förderbank, die es sich zur Aufgabe gemacht hat insbesondere mittelständische Unternehmen und Existenzgründer zu fördern.

Sofern du noch Startkapital für deine Gründung benötigst, ist dies eine gute Adresse, an dich du dich wenden kannst, wenn du dich selbstständig machen willst.
Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (kurz: BMWI) bietet Unternehmensgründern die Möglichkeit gezielte Kursen zu belegen, die wichtige Informationen über die Unternehmensführung mitteilen. Sofern du es brauchst, helfen sie dir von der Erstellung deines Businessplans bis hin zu seiner Umsetzung. Wie du siehst, wirst du, wenn du dich entschließt dich selbstständig zu machen, keinesfalls allein gelassen, sondern erhälst von vielen Seiten eine hervorragende Unterstützung.

Selbstständigkeit – die Lösung aller Probleme?

Immerzu die gleiche Routine, die dich auf dem Zahnfleisch gehen lässt. Ein verständnisloser Chef, nervige Arbeitskollegen und die Gedanken an deinen Job lassen dich morgens nur schwer aus dem Bett kommen. Wenn du dich in diesen Zeilen wieder erkennst, dann geht es dir wie vielen anderen Angestellten. Vielleicht solltest du dir dann einmal überlegen, ob die Selbstständigkeit nicht eine gute Option für dich wäre.

Die Selbstständigkeit schafft Freiräume

Ein großer Vorteil der Selbstständigkeit sind die flexiblen Arbeitszeiten. Wenn du in deinem jetzigen Job bisher immer acht Stunden arbeiten musstest, dann kannst du dir als Selbstständiger deine Arbeitszeiten frei einteilen. Dieser Punkt ist jedoch ein Fluch und ein Segen gleichermaßen.

Ich habe viele Bekannte, die ganz grauenhafte Arbeitszeiten in ihren Berufen haben. Der absolute Supergau ist ein Freund von mir, der von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr (meistens sogar länger, weil er im Marketing tätig ist) arbeiten muss. In diesem Zeitraum ist auch noch eine Stunde Mittagspause integriert, die für ein Mittagessen viel zu lang ist und den Tag nur unnötig in die Länge zieht. Er ist unter der Woche nie vor acht Uhr abends zu Hause und hat kein richtiges Privatleben mehr, weil er am nächsten Tag natürlich wieder früh raus muss.

Sein gesamter Tag spielt sich nur im Büro an sein seinem Schreibtisch auf einen Bildschirm starrend ab. Ich persönlich habe große Probleme mich bei so einer Arbeit ausgelastet zu fühlen. Dennoch habe ich großen Respekt vor allen Leuten, die es schaffen sich mit solchen Arbeitszeiten zu arrangieren und dann Freude an ihrem Beruf haben. Da dies aber keine Berufsfelder sind mit denen ich mich wohlfühlen würde, ist die Selbstständigkeit meine erste Wahl geworden.

Natürlich kann und kommt es gerade dabei häufig vor, dass du Überstunden machen musst, aber (und da kann ich nur von mir sprechen) du wirst auch viel mit Kunden zu tun haben. Sei es durch Telefonate, persönliche Gespräche, Geschäftsessen oder im Idealfall auch geschäftliche Reisen. Viele Selbstständige müssen zwar viel arbeiten, aber sie können sich aussuchen wann und wo sie das machen möchten.

Diese großen Freiräume ziehen ein hohes Maß an Verantwortung nach sich. Die Selbstständigkeit wird auf diese Weise auf jeden Fall dazu führen, dass du ein diszipliniertes und verantwortungsvolles Zeitmanagement besitzt.

Der perfekte Zeitpunkt für die Selbstständigkeit

Ohne dir zu großen Druck machen zu wollen: Aber wenn du den Weg in die Selbstständigkeit anstrebst, dann wird das vermutlich dein größtes und bisher wichtigstes Projekt werden. Wenn du Gründer wirst und dir dein Business aufbaust, dann ist es so wie mit einer Pflanze. Dein Start-up will umsorgt und gepflegt werden, damit es gedeiht und schlussendlich Früchte trägt.

Früher habe ich zu meinem Leidwesen unter chronischer Aufschieberitis gelitten. Ich habe sehr vieles gerne vor mir her geschoben. Durch meinen Schritt in die Selbstständigkeit wurde ich aber gezwungen meine Projekte disziplinierter anzugehen und meine Ziele, die ich mir im Vorfeld gesetzt habe, auch zu Ende zu bringen.

Der perfekte Zeitpunkt für die Selbstständigkeit war für mich der, an dem der Wunsch meine Träume und Visionen zu erfüllen größer wurde als meine Ängste und meine Zweifel. Sobald du dich selbstständig machst, wirst du lernen, dass es nichts wichtiges gibt, als deine Träume zu verwirklichen und sie Realität werden zu lassen. Du lebst nur einmal und wenn du es nie versuchst, wirst du nicht wissen, wie es hätte sein können.

Die Anzahl der Gründer nimmt in Deutschland fortlaufend ab. Und die Selbstständigkeit wird häufig nur dann zu einer ernsthaften Option, wenn jemand seinen Job verloren hat oder jemand mit seinem Beruf vollkommen unzufrieden ist. Und das finde ich sehr bedauerlich.

Die Selbstständigkeit generiert Potenziale

Wenn du dir dein eigenes Business aufbaust, dann bist du der Chef und du triffst dementsprechend auch alle wichtigen und unternehmensrelevanten Entscheidungen. Außerdem hast du jederzeit die Möglichkeit deine Ideen einzubringen und mit kreativen Vorschlägen zu glänzen. Wenn du gerne mehr über das Thema Kreativität erfahren willst, dann klicke bitte hier.

Kreativität und Inspiration sind die wichtigsten Eckpfeiler eines Gründers. Vielleicht kannst du dich noch an das ein oder andere Teammeeting erinnern, bei dem deine Kollegen oder sogar dein Chef vermeintlich gute Beiträge und Ideen von dir systematisch torpediert haben? Wenn du dein eigenes Business aufbaust und den Schritt in die Selbstständigkeit wagst, dann gehört das zu der Sorte von Problemen, die du fortan nicht mehr haben wirst.

Sobald dir eine gute Idee kommt, hast du als Chef deines Unternehmens ein Anrecht darauf diese umzusetzen. Niemand kann dir den Mund verbieten. Indem du selbst ein Unternehmer wirst, hörst du auf (wie andere Angestellte) ein kleiner Fisch in einem großen Teich zu sein und wirst stattdessen ein großer Fisch in einem (vorerst etwas) kleinen Teich.

In einem Beruf, bei dem du für ein anderes Unternehmen angestellt bist, wirst du immer nur ein Teil des großen Ganzen sein. Du bist zwar immer stolz auf das, was du geleistet hast und bist auch glücklich ein Projekt erfolgreich beendet zu haben, aber es ist nie DEIN Projekt. Als Angestellter erschaffst und machst du Dinge immer nur für andere, ob es deine Arbeitskollegen sind oder dein Chef. Natürlich kannst du auch als Angestellter Erfolg haben, aber dabei wird es sich immer nur um einen Teilerfolg handeln, den du nie ganz alleine herbeigeführt hast und auch nie nur für dich selbst.

Es wird dein Selbstbewusstsein unglaublich stärken, wenn du deine erste eigene Idee erfolgreich umgesetzt hast. Das erste Mal, dass es dir gelungen ist, etwas nur für dich und nicht für andere zu verwirklichen, wird dir immer so in Erinnerung bleiben, dass du es nie vergessen kannst. Auch auf die Gefahr hin, dass in diesem Artikel dahingehend Spoileralarm besteht: Ich warne dich vor, dass dieses Gefühl süchtig macht!

Die Selbstständigkeit wird etwas sein, das dich jeden Tag vor eine neue Herausforderung stellt. Gerade am Anfang werden viele Dinge für dich absolutes Neuland sein, aber wenn du am Ball bleibst, hast du schlussendlich gar keine andere Wahl als über dich hinaus zu wachsen und zu erleben, was man alles schaffen kann.

Mach dich Selbstständig – Jetzt ist deine Zeit

Es ist Montag. 08:55 Uhr machst du deinen Computer im Büro an und trinkst schon mal einen Schluck Kaffee, bevor sich das E-Mail-Progamm mit einem leisen „pieeep“ öffnet. Und schon wieder ein ganzer Haufen Aufgaben, die du über den Tag hinweg abarbeitest, während im Hinterkopf das kleine goldene Zahnrädchen eifrig an etwas anderem ackert. Da hinten ist sie, bisher noch unauffällig. Diese eine Idee, die dir schon so lange im Kopf herum spukt. Vergoldet und ganz hinten versteckt, damit sie dir nicht abhanden kommt, während du deinen Nine to Five-Job erledigst. Doch ab und an lugt sie hervor, möchte Aufmerksamkeit und bringt dich zum Träumen und Schwärmen. Kommt dir das bekannt vor?

Ich möchte nicht darauf anspielen, dass jeder, der sich selbstständig machen möchte, unzufrieden in seinem derzeitigen Job ist. Oder gelangweilt. Der Wunsch nach Selbstständigkeit entwickelt sich bei jedem anders und zu einem anderen Zeitpunkt.

Es gibt Menschen, die schon während ihrer Schulzeit oder des Studiums eine tolle Idee haben und den Schritt gleich nach dem Abschluss wagen. Andere haben auf der Couch einen Geistesblitz, halten ihn aber aus Angst der Unsicherheit bei einer Selbstständigkeit tief in sich verborgen. Andere planen und tüfteln monatelang, werfen den Job den sie gern ausführen hin  und setzen alles auf eine Karte. Aber weißt du, was all diese Menschen gemeinsam haben?

Eine Idee

Sie mag klein oder groß, dick oder dünn sein. Es ist völlig egal, wie verrückt, konfus, ungewöhnlich oder auch total Mainstream die Idee ist: Jeder von uns hatte sie schon mal in irgendeiner Form und Weise.

Die Hälfte aller Menschen verwirft es als „Schnappsidee“ wieder und ein Großteil der anderen Hälfte behält es für sich. Ganz tief im Herzen als kleiner Wunsch, der wohl niemals in Erfüllung gehe wird. Schließlich müsste man dafür viel Aufgeben, von einer sicheren Arbeitsstelle in ein ungewisses Unternehmertum gehen, Geld investieren für eine unsichere Zukunft. Vielleicht ist die Idee ja nicht gut genug? Vielleicht machen es andere besser? Vielleicht kann ich das gar nicht? All solche Fragen führen dazu, dass viele Menschen tolle Ideen in ihrem Kopf haben, sie aber niemals ausleben und ausprobieren. Und ich frage dich an dieser Stelle: Warum nicht? Eine gute Möglichkeit, um deine vorübergehenden Ideen festzuhalten ist ein Pitchdeck.

Irgendwie existiert der Wunsch sein eigener Chef zu sein doch in jedem von uns. Die Arbeitszeiten selbst bestimmen zu können, die E-Mails auch mal im Schlafanzug zu öffnen und sich die kleine Welt der eigenen Firma so zu gestalten, wie man sich das schon immer vorgestellt hat.

Doch was ist, wenn genau DEINE Idee das ist, was auf dieser Welt noch fehlt? Vielleicht gibt es schon zwanzigtausend ähnliche Produkte auf dem Markt, aber genau deine Idee schließt eine essentielle Lücke, die bisher noch niemand stopfen konnte. Es mag sein, dass du nicht der allererste Mensch bist, der diesen Einfall hatte, aber du kannst der Erste sein, der die Idee zur Wirklichkeit werden lässt.

Dein Hobby wird zum Beruf

Manchmal ist es auch so, dass man in etwas sehr gut ist, was andere auch schon tun. Vielleicht kannst du sehr gut mit Zahlen umgehen und machst schon seit Jahren die Buchhaltung und Steuern für all deine Freunde und Bekannte. Und das mit Leichtigkeit. Für einen Kuchen als Dank, es macht dir schließlich Spaß!

Ist dir in den Sinn gekommen, dass dieses Hobby, diese eine Sache, die du richtig gut kannst und mit viel Leidenschaft machst, vielleicht dein erster Schritt in die Selbstständigkeit sein könnte? Bestimmt gibt es schon viele Buchhalter oder Steuerberater, Kuchenbäcker oder IT-Fachkräfte. Aber irgendwie warst du schon immer besser als die Meisten, bist der Ansprechpartner auf diesem Gebiet in deinem Umfeld und machst das mit so viel Leidenschaft, dass du selbst nach einem langen Arbeitstag kaum davon ablassen kannst. Genau dann solltest du darüber nachdenken, eben genau das zu deinem Beruf zu machen.

Es wäre doch wahnsinnig schön, wenn du deine Leidenschaft, was auch immer es sei mag, in etwas verwandeln könntest, womit du dir deinen Lebensunterhalt verdienst. Dein eigener Chef zu sein und das leckere, aber schrecklich verzierte Rhababertörtchen deines Chefs in der Konditorei endlich in den Pie verwandeln könntest, den du dir schon immer erträumt hast. Meiner Meinung nach ist die Leidenschaft für ein Produkt, eine Dienstleistung oder auch nur für die Idee im Kopf schon einer der wichtigsten Punkte, um eine Selbstständigkeit zu starten.

Deine Idee, dein Mut

Neben der Idee und dem Wunsch nach einem eigenen Unternehmen steht vor allem auch der Mut etwas Neues zu schaffen und zu starten ganz oben auf der Liste. Denn nur wer mutig ist und etwas wagt, kann hier gewinnen.

Es geht mir nicht darum, dass du dich blindlings in eine kurze Idee versteifen sollst und einfach ins kalte Wasser springst. Ohne zu planen und zu analysieren wirst du mit großer Sicherheit einen Bauchklatscher hinlegen, der schmerzhaft sein könnte.

Ich spreche von dem Mut zur Veränderung. Dem Mut, deinen eigenen Weg zu gehen, dein eigener Chef zu sein und deine eigene Firma zu gründen. Den Mut zu haben, dich und dein Produkt anderen vorzustellen und den Schritt zu wagen, nach einiger Vorbreitung nun deinen eigenen Weg zu gehen. Nur so kannst du dich erfolgreich selbstständig machen.

Den richtigen Augenblick dafür gibt es nicht. Natürlich kannst du das erneute Ausfallen der Kaffeemaschine im Büro oder die zu späte Lieferung eines wichtigen Dokuments als Auslöser nehmen, um jetzt den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Aber eigentlich gibt es nur einen einzigen Auslöser und der ist dein innerer Wunsch, deine Idee endlich in die Tat umzusetzen. Egal, ob heute gutes oder schlechtes Wetter ist, die Kaffeemaschine heute entkalkt werden muss oder der Drucker heute erst bei der Kollegin um neue Tinte bittet.

Erfolg ist keine Frage des Alters!

Ich habe es vorhin schon angesprochen: Eine gute Idee kann schon seit Jahren in dir schlummern oder dich wie einen Blitz treffen: Niemand weiß wann es soweit ist. Oder vielleicht findest du auch erst nach einigen Jahren den Mut, dein Hirngespinst zu einem echten Projekt zu verwirklichen, es Form und Farbe annehmen zu lassen.

Es ist aber eigentlich völlig egal, wann, wie und wo du es tust, Hauptsache du tust es! Niemand kann dir vorher sagen, ob du mit 22 die besseren Erfolgschancen haben wirst oder erst mit 45. Ich verstehe, wenn oft gesagt wird, dass man erst einmal Erfahrung in der Arbeitswelt sammeln soll und diese Seite kennenlernen sollte. Erfahrung ist niemals schlecht! Außerdem bist du so in der Lage, dir neben Kontakten auch ein gewisses finanzielles Polster aufzubauen. Und über deine finanzielle Lage solltest du dir vor dem Start in dein neues Leben als Gründer bewusst sein. Dazu möchte ich später in meinen Must Haves ein paar weitere Worte verlieren.

Es ist deine Zeit

Ich bin der Meinung, dass es völlig irrelevant ist, in welchem Alter du eine großartige Idee hast und den Mut, sie genau jetzt umzusetzen. Wieso sollte auch ein 58-jähriger Mann, kurz vor der Rente, nicht noch DIE gewinnbringende Vision haben? Oder der Mittzwanziger, der erst kurze Zeit irgendwo arbeitet aber schon früh merkt, wie er seine eigenen Ideen oder Wünsche als Selbständiger noch besser in die Tat umsetzen könnte? Es gibt kein richtiges Alter oder den richtigen Zeitpunkt. Aber es gibt eines: Deine Zeit. Und die ist genau jetzt.

Und weißt du, was am Ende noch mehr aufwiegt als Geld und Erfolg mit dem eigenen Unternehmen? Der eigene Stolz, selbst etwas erschaffen zu haben. Dass du dich getraut hast, diesen riskanten Schritt zu wagen, deine ganzen Kritiker ernst genommen, aber mit deinen Erfolgen mundtot gemacht hast. Dieser Stolz, aus eigener Kraft deine fantastische Idee umgesetzt zu haben ist ein Boost für das eigene Ego und den Charakter, der zu ungeahnten Hochs führt – egal in welchem Alter. Also beiseite mit dem Hausaufgabenheft oder Krückstock und ran an den Schreibtisch und losgeplant!

Was folgt nach der Idee?

Okay, so weit, so gut. Du hast also eine klasse Idee. Du bist wirklich überzeugt davon, dass dieses kleine, goldene Ideen-Zahnrädchen in deinem Kopf endlich heraus geholt werden muss, um noch mehr zu glänzen. Du hast dir genau überlegt, dass du damit dein Geld verdienen möchtest und hast den Mut, das genau jetzt zu starten. Du bist bereit, deine Zukunft selbst zu gestalten und den diesen wichtigen Schritt nun zu gehen.

Die Pro- und Contra-Liste

Dich nun einfach in das Abenteuer zu stürzen und einfach abzuwarten wie alles läuft, funktioniert nur bei einem verschwindend geringem Prozentsatz der Unternehmensgründer. In der Vorbereitung wirst du sicherlich schon einmal auf die Idee gekommen sein, eine Pro- und Contra- Liste zu entwerfen. Schließlich hat diese Art der Evaluation schon oft im Leben bei schwierigen Entscheidungen geholfen!

Ich persönlich mag solche Listen auch, finde es aber schwierig, stumpf nach der Anzahl der jeweiligen Punkte zu entscheiden, was man tun soll. Gerade bei dem Start in die Selbstständigkeit wird auf der negativen Seite einiges stehen, gerade in Hinblick auf Finanzen und eine sichere Zukunft. Ich kann mir gut vorstellen, dass du auf der Pro-Seite einige Punkte wie „endlich eigener Chef sein“, „mich selbst verwirklichen“, „meine Idee publizieren“ stehen hast. Und jetzt stelle dir einmal folgendes Szenario vor und beantworte ganz ehrlich, aus deinem tiefsten Inneren, die nachstehende Frage:

Auf der Pro-Seite hast du 10 Punkte notiert, weshalb du dich selbstständig machen sollest. Auf der Contra-Seite stehen allerdings 12 Punkte. Du hast schon in der Schule oder von Verwandten gehört, dass du beide Seiten auszählen und danach entscheiden musst, welchen Weg du gehen solltest. Es ist eindeutig, dass zwei Punkte mehr gegen eine Selbstständigkeit sprechen. Nach Lehrbuch wirst du also in deinem Job verharren, die Idee ganz hinten in deinem Kopf vergraben und das goldene Zahnrädchen unterdrücken. Ich meine: Zwei Punkte sind schließlich ausschlaggebend, weshalb diese wunderbare Idee 100%ig nicht klappen sollte! Oder?!

Bleibe realistisch

Versteh mich nicht falsch. Du musst realistisch sein, negative Aspekte ebenfalls genau auflisten und bewerten. Schließlich sollst du mit einem klaren Blick (d)ein Unternehmen gründen und nicht auf der rosaroten Wolke hinwegschweben und schlimmstenfalls auf die Nase fallen. Mit diesem schnellen Evaluationstest lässt sich zumindest eine erste Idee davon bekommen, welche Aufgaben und Schwierigkeiten auf dich zukommen. Vielleicht erkennst du so auch schnell(er), wie (un-)möglich dein Vorhaben ist. Aber ein einfaches Auszählen der beiden Seiten ist kein aussagekräftiges Kriterium um zu entscheiden, ob du etwas tun oder lassen solltest.

Der Inhalt zählt

Nicht die Zahlen der einzelnen Punkte sind interessant, viel mehr ihr Inhalt. Bestimmt steht auf der Contra-Seite, dass es ein harter Start wird. Dass es dauern wird, bis dein Unternehmen anläuft und dass das selbstständig machen nicht von heute auf Morgen tausende Euros einbringen kann. Dass es Zeit benötigt. Und weißt du was? Damit hast du auch absolut Recht. Behalte diese wirklich realistischen Punkte immer auf deiner Liste und in deinem Kopf, aber stelle sie in eine wirklich ehrliche Relation zu deiner positiven Seite.

Neben der Hoffnung auf zufriedenstellende Einnahmen aus deinem Geschäftskonzept, steht für viele Gründer auch die eigene Verwirklichung von Ideen, Zielen und Träumen im Vordergrund. Dass sie ihr eigener Chef sein möchten und eine alte Idee ganz neu interpretieren wollen, es auf ihre Art und Weise umsetzen möchten. Diese Selbsterfüllung, wie auch immer sie aussieht, mag nur ein Punkt auf der Liste sein, füllt aber mit der Zufriedenheit die er schließlich mitbringt und sich auf dich auswirkt, einen Platz für drei. Verstehst du, was ich damit meine?

Gewissenhaft Bewerten

Nur weil die Anzahl Punkte nicht perfekt dafür sprechen, dass du es JETZT tun solltest, bedeutet es nicht, dass JETZT wirklich der falsche Zeitpunkt ist. Negative Aspekte gibt es viele und wir neigen oft dazu, sie in Unterpunkte aufzusplittern und dadurch eine ganze Wand an Contra-Fakten zu erschaffen, die schier unüberwindbar ist. Dass vielleicht die „Selbstverwirklichung“ und „Umsetzen eigener Ideen“ nur zwei Punkte sind, die aber in der Endauswertung eine ganze Reihe kleinerer Negativpunkte bei weitem überstrahlen, sehen Viele nicht. Das kannst du erst erkennen, wenn du nicht nur die Punkte auszählst, sondern tiefer in die Materie eintauchst und erkennst, welche Gewichtung deine einzelnen Punkte für dich persönlich haben. Dabei können dich andere gern unterstützen, aber was wirklich tief in dir schlummert, weißt nur du allein.

Arbeite, wann du möchtest

Da wir gerade beim Thema Planung und Pläne sind: Während du als Angestellter mal mehr und mal weniger Papierkram zu erledigen hat, wirst du auch als Inhaber des Start Up’s immer wieder mit dem Bearbeiten von wichtigen Dokumenten konfrontiert. Drumherum kommst du also leider nicht. Aber weißt du, was der große Vorteil ist? Du kannst ihn machen, wann immer du möchtest.

Morgenmensch & Abendmensch

Du bist ein Morgenmensch, der schon vor dem Weckerklingeln die Augen öffnet und mit dem Partner am Liebsten schon vor dem Aufstehen über Gott und die Welt diskutiert? Super! Dann ist wahrscheinlich die Zeit nach oder sogar noch mit dem ersten Kaffee der Augenblick, in dem du dir die lästige Buchhaltung oder anderen Papierkram vornimmst.  Er wird erledigt sein, bis das erste Tief nach dem Mittags-Snack kommt.

Wenn du den Schlummer-Button am Wecker am Liebsten noch 10 Mal drücken würdest und vor dem dritten Kaffee sowieso lieber niemand mit dir reden sollte, ist früh am Morgen nicht unbedingt die beste Zeit für Konzentration benötigende Aufgaben. In einem Angestelltenverhältnis hast du leider oft nicht die Wahl, wann du nervige oder unschöne Aufgaben erledigen musst. Wenn der Chef die Papiere bis Mittag braucht, ist es deine Aufgabe, sie bis 14 Uhr auf seinen Schreibtisch zu legen. Egal, wie fit du zu dieser Zeit im Kopf bist. Das führt nicht selten dazu, dass eine X-Stunden-Aufgabe zu einem viele Stunden fressenden Monster wird, weil du weder Lust noch Motivation oder genügend Koffein intus hast, um es schnell abzuarbeiten. An diesem Punkt holt dich einer der positiven Aspekte der Selbstständigkeit ab: Dann mache es eben am Abend!

Nicht jede Selbstständigkeit und jedes Unternehmen bieten die Möglichkeit, den kompletten Workflow auf den Abend oder die Nacht zu schieben. Dienstleister beispielsweise arbeiten häufig tagsüber für die Kunden. Aber es hindert dich niemand daran, lästige Aufgaben wie Steuern oder Kalkulationen auf eine Tageszeit zu legen, in der du dich am fittesten fühlst. Bei mir ist das vielleicht eher am Morgen, aber du bist vielleicht eine Nachteule. So lange du es erledigst, ist die Tageszeit völlig irrelevant.

Deine Firma, deine Zeit

Dich selbstständig zu machen bedeutet am Anfang eine Menge Arbeit. Physischer und psychischer Schweiß wird in das Unternehmen gesteckt, damit es schon bald erblühen kann. Das bedeutet nicht selten auch mal mehr als 40 Stunden pro Woche. Aber weißt du was? Es kann auch mal eine 25-Stunden Woche bedeuten! Als dein eigener Chef kannst du dir deine Zeit so einteilen, wie du sie brauchst und möchtest. Immer unter der Voraussetzung natürlich, dass du deine Aufgaben gewissenhaft und zur richtigen Deadline erledigt hast.

Du kennst das bestimmt: Die Kita ruft an, das Kind muss abgeholt werden. Oder ein wichtiger Amtstermin steht an. Oder die Zähne schmerzen und das stetige Einnehmen von Schmerztabletten ist auf Dauer auch keine Lösung.

Es ist bei vielen Selbstständigen zum Beispiel kein Problem, mittags zwei Stunden einen wichtigen Termin wahrzunehmen. Niemand wird meckern und auf die Uhr Tippen, wenn du dich später wieder an den Schreibtisch setzt, denn du bist dein eigener Chef. Du solltest nur darauf achten, die verpasste Zeit und die so nach hinten geschobenen Aufgaben irgendwie wieder aufzuholen. Ob du das heute Nacht machst oder morgen früh einfach etwas früher aufstehst – das hingegen ist deine Entscheidung und deine Freiheit, die du als Unternehmer genießt.

Aufstehen, Krone richten, weitermachen!

Enttäuschungen, sowie kleinere und größere Hürden gehören zum Unternehmeralltag dazu. Gerade am Anfang wenn du dich selbstständig machen möchtest, wirst du auf viele Felsbrocken stoßen, die du mit der Zeit zu kleinen Kieseln verarbeitest. Später wirst du nicht mehr über sie stolpern. Doch das braucht Zeit. Du wirst Ablehnungen erfahren, den Papierkram mal in die Ecke feuern oder Tage/Wochen erleben, in denen sich irgendwie niemand für dich und dein Produkt interessiert. Lass dich davon nicht herunter ziehen!

Niemand ist perfekt und bei niemandem, auch wenn es manchmal so aussieht, läuft alles von Anhieb rund. Aber was sind schon Fehler, wenn du aus ihnen lernst und sie das nächste mal nicht mehr begehst? Genau, Lektionen. Oftmals macht man sich mit Fehlern nur mehr Arbeit als eigentlich benötigt, aber sie sind ein wichtiger Bestandteil des Lernprozesses und selbst mit sorgfältiger Vorbereitung kaum zu vermeiden.

Du kannst alles genau durchplanen, durchrechnen und super zuverlässig sein, aber trotzdem irgendwo ein kleiner Fehler unterläuft und dich wieder zurückwirft. Schwupps, ein Stolperstein. Mist. Aber, was soll’s! Rappel dich wieder auf, geh auf Problemsuche und vermeide es einfach beim nächsten Mal. Die meisten Steine im Weg zum Unternehmertum wirken riesig, selten sind es aber wirkliche Probleme, die sich auf eine weitere Zukunft auswirken. Deshalb kann ich dir an dieser Stelle nur empfehlen, solchen Dingen mutig entgegen zu treten und auch mal ein Fehlerchen zu machen. Morgen passiert er dir nicht mehr, versprochen!

Der Businessplan

Hattest du vielleicht schon einmal eine super Idee, bist mit dieser im Kopf zu einer Bank gegangen, aber der Kredit wurde dir verwehrt? Das kommt vor. Und leider auch recht häufig. Den Fehler, den die meisten zukünftigen Unternehmer machen ist, sich auf solche Termine nicht genügend vorzubereiten. Es reicht oft nicht aus, eine gute Idee zu haben und einen groben Fahrplan zu erklären. Banken und Investoren wollen Sicherheit, die du ihnen am Besten mit einem sorgfältig ausgearbeiteten Businessplan entgegen bringst. Unternehmensberater oder Start Up Coachs wie ich können dich dabei unterstützen, einen detaillierten Plan aufzustellen. [Hier einen Hyperlink setzen zu der entsprechenden Seite von dir]

Neben einem roten Faden und vielen Informationen für zukünftige Kooperationspartner und Investoren hat das Erstellen eines Businessplans auch den Vorteil für dich, dass du deinen Traum noch besser kennenlernst. Durch das Aufschreiben jedes Schrittes und jeder Wegkomponente, hast du einen klaren Blick und entdeckst die Stärken und Schwächen deines Plans. Und wer schon vor einem wichtigen Termin weiß, womit er (nicht) punkten kann, hat einen großen Vorteil. Denn so kannst du dich noch besser vorbereiten, bereits zuvor Antworten auf heikle Fragen formulieren und dich mit deiner Idee in das Beste Licht rücken.

Meine drei Must-Haves

Es gibt drei Dinge, die ich jedem mitgeben möchte, der sich dazu entscheidet ein Unternehmen zu gründen. Du solltest dir in diesen Punkten sicher sein, um eine gute Basis für deine Selbstständigkeit zu haben.

Ich versuche, dich dabei so gut wie es geht zu unterstützen und dir vor allem die ersten Schritte zu erleichtern. Deshalb ist es mir auch so wichtig, dass jemand der sich selbstständig machen möchte und ein Unternehmen gründet, sich vor allem diese drei Tipps genau ansieht und darüber nachdenkt. Sie sind für alle Unternehmer essentiell und helfen dir dabei, dich und deine aktuelle Situation besser einschätzen zu können. Wenn du an alle drei Punkte einen Haken setzen kannst, bist du auf einem sehr guten Weg. Aber wenn nicht, ist das auch absolut nicht schlimm! Wichtig ist, dass du weißt, woran du noch arbeiten solltest und es in die Hand nimmst. Denn nur so hast du schon bald eine gute Basis, um deinen Traum erfolgreich zu starten.

Finanzierung

Zunächst ist mir das Thema der Finanzierung wirklich wichtig. Die meiste Start Ups scheitern nicht an der Idee oder dem eisernen Willen, sondern schlicht und ergreifend daran, dass nicht genügend Startkapital zur Verfügung steht. Sprich nach der Erstellung eines Businessplans mit der Bank oder Investoren, stelle deine Idee vor und versuche sie ebenso davon zu begeistern. Mit einer finanziellen Grundlage hast du eine gute Basis, auf der du dein Projekt aufbauen kannst.  Eine Idee kann noch so umwerfend sein und leider trotzdem scheitern, weil viele Gründer diesen wichtigen Punkt nicht genügend Aufmerksamkeit schenken.

Vertrieb

Für meinen zweiten Punkt möchte ich ganz ehrlich mit dir sein: Ich glaube, dass die meisten von uns nicht von heute auf morgen perfekt verkaufen können. Das liegt nicht an dir oder mir als Person, sondern einfach daran, dass wir das nicht gelernt haben. Deshalb kann ich allen Unternehmensgründern nur raten, ein Vertriebssemiar zu besuchen, sich im Thema Vertrieb weiterzubilden oder bei einem Vertriebscoach gern immer wieder Fragen zu stellen, um dieses wirklich wichtige Handwerk zu lernen.

Als ich ein Kind war, konnte ich auf einem Flohmarkt gute Gewinne mit meinem Spielzeug einfahren. Kann ich also deshalb auch im Erwachsenenleben super Verkaufen und bin ein Vertriebstalent? Vielleicht. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass ich einfach nur jung und niedlich war und so kurz vor Weihnachten schnell noch ein paar Geschenke gesucht wurden und ich aus diesem Grund recht viel verkaufen konnte. Wenn du aber ein Start Up Gründen möchtest und dein Produkt oder Dienstleistung an den Mann oder die Frau bringen willst, ist das Erlernen von Techniken bei einem Vertriebsseminar und Ähnlichem eine super Unterstützung und für mich ein absolutes Must Have.

Fokus

Außerdem möchte ich dich daran erinnern, wie wichtig es ist, dass du dich nicht ablenken lässt. Fokussiere dich auf DEINE Arbeit, deine Dienstleistung und deine Idee. Zu schnell passiert es, dass man den Blick abwendet und sich mit anderen vergleicht. Aber lass dir eins gesagt sein: Die Kirschen an Nachbars Baum sind nicht besser oder schöner, sie sind nur anders. Dein Ziel aber sollte es sein, mit deiner Unternehmensgründung die Kirsche im Garten zu sein, die wirklich am schönsten und besten ist. Dazu ist es aber wichtig, dass du dich auf dich selbst konzentrierst und fokussierst.

Es ist DEINE Idee.

Es ist DEIN Start Up.

DU machst dich damit selbstständig.

Also lege deinen Fokus auf DICH.

Belohne dich

Du kennst bestimmt auch eine Person in deinem Freundes- oder Bekanntenkreis, die schon seit Monaten davon spricht, Gewicht verlieren zu wollen. Und diese Person hat es dann tatsächlich ein oder zwei Mal ins Fitnessstudio geschafft – und belohnt sich gleich danach mit einem riesigen Eisbecher und extra Sahne. „Ich hab’s mir doch verdient“. Den kleinen Erfolg den sie verbuchen konnte, hat sie damit eigentlich schon wieder fast komplett zu Nichte gemacht. Wir alle würden der Person davon abraten und lieber einen Salat oder eine Scheibe Vollkornbrot vorschlagen. Schließlich wäre das vernünftiger, nicht wahr?

Dieses scheinbar alltägliche Thema lässt sich super auf dein hoffentlich bald florierendes Start Up und deine komplette Unternehmensgründung übertragen. Über meine ersten Aufträge als Selbstständiger war ich total froh, schließlich ist aller Anfang schwer, so sagt man. Nachdem die ersten Bezahlungen, wenn sie auch noch nicht riesig waren, eintrudelten, war ich total glücklich. Schließlich war es meine harte Arbeit, die hier nun endlich anfing Früchte zu tragen. Das erhaltene Geld jetzt allerdings sofort aus dem Fenster zu schmeißen, ist ein Fehler, den manch Gründer macht.

Du wirst zu Beginn deiner Selbstständigkeit viele Ausgaben haben, die zunächst wieder eingefahren werden sollen. Versteh’ mich nicht falsch, ich bin absolut dafür, sich einmal so richtig zu belohnen, wenn etwas sehr gut gelaufen ist. Lege dir beispielsweise ein Ziel fest, sei es eine verkaufte Menge X deines Produkts oder eine Summe Y, die du für deine Dienstleistung gern einnehmen würdest und arbeite hart daran, diesen Wunsch wahr werden zu lassen. Ich kann dir nicht sagen, ob du das in 4 Wochen oder 6 Monaten erreichst, aber wenn, dann belohne dich! Der gute Champus von Aldi oder vielleicht die extra Portion Sahne auf dem Spaghetti-Eis?

Und jetzt?

Jetzt hast du dein Ziel erreicht, X Produkte zu verkaufen oder Y Einnahmen aus einer Dienstleistung mit einem Auftrag zu erzielen. Herzlichen Glückwunsch! Aber willst du da wirklich stehen bleiben? Ich glaube nicht.

Du willst dich selbstständig machen und das auch bleiben. Dazu gehört Wachstum. Dein Unternehmen, deine Produkte oder Dienstleistungen und deine Fertigkeiten werden und müssen wachsen. Unweigerlich wirst auch du persönlich daran wachsen und dich weiterentwickeln. Denn genau das macht einen guten Unternehmer aus: Der Wille, immer weiter zu machen, nicht zu stagnieren und sich immer größere Ziele zu setzen.

Sicher ist dir aufgefallen, dass ich in meinem Beitrag hier einige Stolpersteine der Selbstständigkeit angesprochen habe. Aber ich habe versucht dir zu zeigen, dass die meisten Probleme durchaus lösbar sind und nur halb so wild. Ein Unternehmen zu gründen und sich selbstständig zu machen ist ein aufregender und neuer Schritt, den du voller Elan wagen kannst, ohne große Angst zu haben.

Träumst du wie viele andere auch davon dein eigener Chef zu sein? Dir deine Arbeitszeiten frei aussuchen zu können und dich selbst in deinem Beruf und in dem, was du liebst verwirklichen zu können? Dann ist die Selbstständigkeit etwas, das du in jedem Fall in Erwägung ziehen solltest. Auf welche Dinge du dabei achten musst und was darüber hinaus noch besonders wichtig ist, werde ich dir in diesem Artikel ausführlich erklären.

Wie mache ich mich selbstständig?

Die wichtigste Frage bevor es für dich in Richtung Selbstständigkeit geht, ist auf welcher Grundlage bzw. welcher Basis du dich selbstständig machen willst. Hierzu gibt es vier Möglichkeiten:

Selbstständigkeit aus der Arbeitslosigkeit heraus

Eine Unternehmensgründung, die sich zunächst recht risikoreich anhört, trifft jedoch auf 20% aller zukünftigen Unternehmensgründer zu. Wenn du dich aus bestehender Arbeitslosigkeit heraus selbstständig machen willst, dann solltest du dich nach Institutionen erkundigen, die dir ein solides Startkapital für die Existenzgründung ermöglichen.

Ein solcher Gründungszuschuss gewährleistet dir eine kleine finanzielle Unabhängigkeit in den ersten Monaten deiner Selbstständigkeit.

Selbstständigkeit aus einer Festanstellung

Diese Form der Selbstständigkeit, auch nebenberufliche Selbstständigkeit genannt, ist eine kleine Variante der Unternehmensgründung. Auf diese Weise hast du die Chance bereits erste Berührungspunkte als Selbstständiger zu sammeln und gleichzeitig noch finanziell durch einen bestehenden Beruf abgesichert zu sein. Die nebenberufliche Selbstständigkeit kann darüber hinaus ein guter Einstieg für eine spätere vollberufliche Selbstständigkeit sein.

Hierbei solltest du die doppelte berufliche und zeitliche Belastung bereits im Vorfeld gut durchdenken, sodass du bereits zu Beginn ein gutes Zeitmanagement an den Tag legst.

Selbstständigkeit im Studium

Ähnlich wie bei der nebenberuflichen Selbstständigkeit verlangt auch die Unternehmensgründung aus dem Studium heraus ein gutes Organisationstalent. Wenn du aus dem Studium heraus ein Unternehmen gründen willst, gibt es verschiedene Programme und Initiativen, die dein Vorhaben fördern.

Vielleicht kannst du dich an deiner Universität auch darüber informieren, welche Netzwerke und Förderungsmöglichkeiten zukünftigen Gründern zur Verfügung stehen.

Die Unternehmensgründung richtet sich nach deiner individuellen Ausgangssituation. Demnach entscheidet sich auch, ob du dich freiberuflich selbstständig machen willst oder ein Gewerbe anmelden möchtest.

Wenn du freiberuflich tätig sein willst, benötigst du vom Finanzamt eine Steuernummer, ein Gewerbe hingegen erfordert einen Gewerbeschein, den du bei dem zuständigen Gewerbeamt erhälst.

Nachdem du diese erste wichtige Entscheidung über die Form deiner Selbstständigkeit getroffen hast, geht es über in die Planungsphase. Was genau ist deine Geschäftsidee? Womit willst du dich verwirklichen und dich selbstständig machen? Hierbei ist ein guter Businessplan das A und O. Auch ein gut strukturiertes Pitchdeck ist bei der Gewinnung von potenziellen Investoren ein wichtiges Mittel, um von dir und deiner Idee zu überzeugen.

Hinzu kommt, dass du neben den grundsätzlichen Formalien, wie der Form deiner zukünftigen Selbstständigkeit, auch immer an deine persönlichen Sicherheiten, während der Unternehmensgründung denken musst. Welche Versicherungen werden für die Gründung deines Unternehmens benötigt? Die Wahl der Krankenversicherung, ob gesetzlich oder privat, ist nur eine von vielen Formalitäten, die es zu bedenken gibt.

Des Weiteren sollte dir bewusst sein, dass du nicht alles allein regeln kannst und es – zum Glück – auch gar nicht musst. Natürlich gibt es immer ein gewisses und gutes Gefühl von Kontrolle Dinge im Alleingang bewältigen zu können, doch die Zeit wird in der Selbstständigkeit ein seltenes Gut werden, sodass du dir am besten frühzeitig angewöhnst gewisse  Aufgabenfelder zu delegieren. Gerade in der Planungsphase und für die spätere Entwicklung in deiner Selbstständigkeit ist die Hilfe von einem Steuerberater besonders zu empfehlen.

Sowohl die gelungene Selbstständigkeit als auch aufstrebender Gründer werden durch folgende Faktoren gekennzeichnet:

Den Umgang mit Rückschlägen

Es ist kein Geheimnis, dass jeder, ob selbstständig oder nicht schon einmal eine Niederlange miterleben oder verkraften musste. Bei allen Projekten, die du im Leben anstrebst, und das gilt besonders für die Unternehmensgründung, ist es immer wichtig, einmal mehr aufzustehen als du hingefallen bist.

Natürlich wird es hin und wieder auch schwierige Phasen im Leben geben, bei denen du das Gefühl haben wirst, dass du nur ganz langsam und schleppend vorankommst, was sehr frustrierend sein kann – keine Frage. Ich persönlich halte ich mich dann immer an folgende Devise: Die Richtung ist wichtiger als die Geschwindigkeit.

Solange du weißt, dass du mit deinem Vorhaben dich selbstständig zu machen auf dem richtigen Weg bist, dann wird es dir auch besser gelingen Durststrecken zu verarbeiten und eine Flaute einfach mal geduldig auszusitzen. Solange wie du hinter deinem Projekt  stehst und an dich glaubst, weißt du auch immer wofür du es machst und hast die ausreichende Motivation dazu dich buchstäblich durchzubeißen.

Gerade, wenn du persönlich darauf angewiesen bist Kunden zu akquirieren, musst du davon ausgehen, dass du viel Desinteresse erntest. Du kannst und wirst nicht jeden mit deiner Idee erreichen oder davon überzeugen. Versuche daher auch in der frühen Phase deiner Unternehmensgründung nicht krampfhaft neue Kunden zu gewinnen, sondern konzentriere dich vermehrt darauf Beziehungen aufzubauen.

Denke an den richtigen Fokus bei der Selbstständigkeit

Je älter du selbst wirst, desto vermehrt wirst du bereits festgestellt haben, dass die Zeit immer schneller vergeht. Versuche daher deine Zeit gezielt und bewusst zu investieren. Es hört sich nach einer kleinen buddhistischen Weisheit an, aber du hast nur das Jetzt, indem du etwas bewegen kannst. Und jeder Augenblick ist demnach kostbar.

Das gilt insbesondere bei dem Einsatz von social Media Kanälen. Natürlich wird sich die Konkurrenz auf Kanälen wie Facebook, Instagramm und CO. tummeln, das bedeutet aber nicht direkt, dass es bei dir auch der Fall sein muss. Auch, wenn es sich bei diesen um gute und kostengünstige Werbemöglichkeiten – gerade bei der Anfangsphase der Unternehmensgründung – handelt, heißt es nicht, dass du deine ganze private Zeit auf solchen Plattformen verschwenden musst.

Verkaufe dich nicht unter Wert

Gerade am Anfang ist es nicht einfach mit der professionellen Konkurrenz mitzuhalten. Jedoch sollte das für dich keinen Grund darstellen, dich im laufenden Wettbewerb ständig unter Wert zu verkaufen, um die unliebsame Konkurrenz fortlaufend zu unterbieten.

Wenn du etwas Gutes anzubieten hast und die Idee, mit der du dich selbstständig machen willst eine gute ist, die Potenzial hat, dann solltest du auch dementsprechend dafür honoriert werden. Denn schließlich solltest du dir bewusst machen, dass Qualität immer auch einen entsprechenden Preis erfordert.

Das Problem am preislichen Tiefstapeln ist nämlich, dass es dir von dort aus viel schwerer fallen wird einen preislichen Anstieg deiner Dienstleistungen oder deiner Produkte zu rechtfertigen.

Wenn du von deiner Idee, mit der du dich selbstständig machen willst, und dir selbst überzeugt bist, dann sollte es für deine potenziellen Kunden noch weitere Argumente geben, sich für dich und deine Ideen zu entscheiden als die Tatsache, dass du kostengünstiger bist als deine Konkurrenz.

Außerdem solltest du dabei den Mut haben Groß zu denken. Frei nach dem Motto: Ziele auf den Mond, denn selbst, wenn du ihn verfehlen solltest, dann wirst du immer noch die Sterne treffen. Wenn du mit deiner Unternehmensgründung einen Jahresumsatz von 30.000 Euro anstrebst, dann wirst du immer anders denken und agieren als Unternehmer, die durch ihre Selbstständigkeit ein Jahresziel von 100.000 Euro haben.

Doch weder will ich dich an dieser Stelle dazu verleiten dich kleiner zu machen als du tatsächlich bist, noch möchte ich dich dazu anhalten in Größenwahnsinn zu verfallen. Deine angestrebte Selbstständigkeit sollte nicht in die Position eines Hobbies ausarten, gleichzeitig aber auch bodenständig angegangen werden.

Von Beginn an wie ein Profi auftreten

Ob eine Unternehmensgründung ein Erfolg wird oder scheitert, zeigt sich meistens schon zu Beginn. Sind die notwendigen Werbemaßnahmen ansprechend für die potenziellen Kunden? Wenn du dich erfolgreich selbstständig machen willst, dann ist ein vernünftige Homepage Pflicht.

Eine gute Homepage ist die Visitenkarte der heutigen Zeit. Hierbei solltest du darauf achten, dass die Kunden sofort die Idee deiner Unternehmensgründung überschauen können.

Grenze dich von anderen ab

Natürlich wird es im Laufe deiner Selbstständigkeit vorkommen, dass du dir die eine oder andere Inspiration von anderen Mitbewerbern holst, jedoch sollte es dir dabei immer ein Anliegen sein die Inspiration so zu verarbeiten, dass sie eine persönliche Note von dir erhält.

Schließlich kannst du dich nicht von anderen abgrenzen oder dich hervortun, wenn du den Weg anderer kopierst. Nur derjenige, der Wege beschreitet, die noch niemand beschritten hat, kann Fußspuren hinterlassen. Und solche Unternehmensgründer bleiben im Gedächtnis der Leute. Auf diese Weise erreichst du die Aufmerksamkeit der potenziellen Kunden schneller.

Achte auf dein Umfeld

Leider haben erfolgreiche Unternehmensgründer meistens nur zwei Sorten von Freunden. Jene, die keine richtigen sind und jene, die ebenso erfolgreich sind und sich auch selbst verwirklichen. Daher ist es schon zu Beginn deiner Selbstständigkeit wichtig dein Umfeld im Auge zu behalten. Die Menschen mit denen du dich umgibst, formen und bilden deine Persönlichkeit.

Und deine Persönlichkeit ist schlussendlich das, was dich in deiner Selbstständigkeit auszeichnet. Es ist überaus wichtig Menschen zu haben, denen du vertrauen kannst und an die du dich, wenn du in deiner Selbstständigkeit mal nicht weiter wissen solltest, wenden kannst. Achte an dieser Stelle aber immer darauf, ob die Personen, von denen du dir Rat einholst, auch die Richtigen sind.

Denn meistens werden Ratschläge dazu missbraucht den eigenen Lebensweg zu rechtfertigen. Daher solltest du immer darauf achten, dass du dich nur von Menschen unterstützen lässt, die wirklich in der Materie sind und Ahnung von der Unternehmensgründung und der Selbstständigkeit haben.

Der Beginn deiner Selbstständigkeit wird der wichtigste Schritt sein. In dieser frühen Phase legst du die Weichen für den weiteren Verlauf deiner Unternehmensgründung. Demzufolge passieren hierbei auch die meisten Fehler und somit liegen auf diesem Stück des Weges auch die häufigsten Stolpersteine.

Neben den Rahmenbedingungen, zu denen ich gleich kommen werde, ist ein gutes Zeitmanagement an dieser Stelle ein absolutes Muss. Natürlich willst du deine gesamte Leidenschaft und dein Herzblut in deine Unternehmensgründung einfließen lassen, allerdings willst du auch nicht zu jenen Workaholics mutieren, die rund um die Uhr nur am Arbeiten sind und Wörter wie Freizeit oder Freunde nicht mehr kennen.

Dieser Gefahr beugst du daher am besten schon frühzeitig durch einen geordneten Terminkalender vor. Gerade in der Anfangsphase, wenn du ein Unternehmen gründen willst, möchtest du am liebsten alles so schnell wie möglich erledigen und wirst vermutlich auch viel arbeiten müssen, um dich bestmöglich auf dem Markt zu etablieren. Allerdings solltest du dir an diesem Punkt eine wichtige Formel merken: ASAP. ASAP bedeutet in der Selbstständigkeit und auch im Marketing nichts anders als: As soon as possible.

Immer, wenn ich mit Arbeit überhäuft werde, dann sage ich mir selbst immer: „ASAP Felix.“ Damit gewährleistest du, dass die notwendigen Aufgaben nicht nur schnell, sondern auch ordentlich erledigt werden. Wenn es hart auf hart kommt und ich schon einen großen Berg an Arbeit vor mir habe und immer mehr Aufträge hereinbekomme, die alle mit ASAP oder sehr wichtig! gekennzeichnet sind, dann schaue ich mir diese in Ruhe an und stelle mir dabei eine wichtige Frage: „Geht es um Leben und Tod? – Nein? Ok, dann kann es auch warten.“

Diese Mentalität soll dich selbstverständlich nicht dazu verleiten während deiner Unternehmensgründung alle Belange auf die lange Bank zu schieben und irgendwann unter deiner Aufschieberitis zu Grunde zu gehen. Stattdessen solltest du dir bereits zu Beginn Prioritäten setzen, Aufgaben delegieren und einen richtigen Fokus anstreben. Somit gewährleistest du, dass du nicht bereits im ersten Jahr deiner Selbstständigkeit an einem Burn out erkrankst.

Wie finanziere ich die Unternehmensgründung?

Die Selbstständigkeit ist ein Projekt, das im Vorfeld einer ausgereiften Planung bedarf. Vor allem ist es wichtig die Finanzierung deines Vorhabens zu klären. Wenn dir kein ausreichendes Startkapital zur Verfügung steht, bedeutet das nicht automatisch, dass es dir unmöglich sein wird dich selbstständig zu machen oder ein Unternehmen zu gründen.

Auch für finanziell schwächere Existenzgründer gibt es unterschiedliche Möglichkeiten das benötigte Startkapitel für die Umsetzung ihrer Idee zu erwerben. Dafür benötigst du jedoch in jedem Fall einen gut strukturierten und anschaulichen Businessplan, der möglichen Investoren deine Idee gewinnbringend darstellt. Worauf du bei der Erstellung eines Businessplans achten solltest, erfährst du hier: LINK

Des Weiteren solltest du auch ein gutes Pitchdeck anfertigen, sodass deine Geschäftsidee mit der du dich selbstständig machen willst möglichen Investoren kurz präsentiert wird. Ein Pitchdeck ist demzufolge kompakter als ein ausgearbeiteter Businessplan und bringt dein Geschäftsmodell schneller auf den Punkt. Wenn du wissen willst, was du bei der Anfertigung deines Pitchdecks beachten solltest, dann folge hier: Businessplan erstellen.

Doch sowohl ein guter Businessplan als auch ein anschauliches Pitchdeck dienen dazu potenzielle Investoren auf das Vorhaben deiner Unternehmensgründung aufmerksam zu machen.

Auf diese Weise steigerst du die Möglichkeit einen zukünftigen Investor von dir zu überzeugen. Außerdem erhöhst du die Chancen darauf, dass ein Business Angel auf dich aufmerksam wird. Ein Business Angel ist jemand, der dich bereits in der frühen Phase deiner Unternehmensgründung unterstützt und dir bei der Verwirklichung deiner Ideen finanziell unter die Arme greift.

Ebenso wie bei Investoren steht dir auch mit einem Business Angel jemand zur Seite von dessen Erfahrungsschatz du profitieren kannst, wenn du dich selbstständig machen willst.

Sofern dich die Suche nach einem Business Angel nicht reizt, gibt es noch eine weitere Möglichkeit die notwenigen Gelder zu beschaffen, die du für deine Unternehmensgründung brauchst: Das Crowdinvesting.

Indem du dein geplantes Projekt auf entsprechenden Internetplattformen inserierst, gibst du der breiten Masse, in diesem Fall der sogenannten Crowd, die Chance sich für deine Idee mit der du dich selbstständig machen willst, zu begeistern.

Das Crowdinvesting bietet gegenüber klassischen Investoren zwei nicht von der Hand zu weisende Vorteile: Zum einen ist es, dadurch, dass die Anzeigen online geschaltet werden, nicht lokal begrenzt. Auf diese Weise gibst du Außenstehenden aus ganz Deutschland, Europa oder, wenn du es willst, auch der ganzen Welt, die Gelegenheit sich für deine Unternehmensgründung zu interessieren und darin zu investieren.

Der zweite Vorteil besteht darin, dass du finanzielle Unabhängigkeit für deine Selbstständigkeit generierest, indem du das benötigte Startkapital auf viele kleinere Investoren verteilst. Es ist wahrscheinlicher 100 Leute zu finden, die dich mit 100 Euro unterstützen wollen, als einen Einzigen, der 10.000 Euro in dich investiert.

Wo bekomme ich Hilfe für die geplante Unternehmensgründung?

Jeder Schritt in die Selbstständigkeit ist mit einem großen Planungsaufwand und leider auch mit Risiken verbunden, die du am Anfang noch nicht vorher sehen kannst. Schließlich kannst du dich nicht für alle Eventualitäten vorbereiten und auch nicht für alles absichern.

Deswegen ist es umso wichtiger, zu wissen an wen du dich bei der geplanten Selbstständigkeit im Falle des Falls wenden kannst.

Wie bei fast allen Themen liefert das Internet eine erste gute und wichtige Anlaufstelle, wenn du dir einen groben Überblick über das Thema Unternehmensgründung und Selbstständigkeit verschaffen willst. Doch leider ist es dort, wie bei vielem anderen auch der Fall, dass du aufgrund der großen Informationenvielfalt ausgesprochen gut selektieren musst.

Natürlich gibt es auch viele seriöse Foren, auf denen du dich informieren kannst, allerdings ist es, auf Grund der Tatsache, dass wirklich jeder alles online stellen kann, immer ratsam die Informationen ein zweites Mal zu prüfen.

Eine gute und sichere Anlaufstelle für werdende Unternehmer ist die IHK. Wenn du dich selbstständig machen willst, wirst du auf der Homepage der IHK zunächst einmal die am nächsten gelegene Handelskammer für deinen Standort ermitteln können.

Jede von ihnen hat einen separaten Menüpunkt, der sich ausschließlich mit Existenzgründungen befasst. Ich persönlich finde es nämlich immer am einfachsten, wenn du Berater hast, die dir entweder für ein persönliches Gespräch oder wenigstens für einen Telefontermin zur Verfügung stehen. Es ist vertrauenserweckender und auch psychologisch gesehen, wirst du dich auf diese Weise vermehrt unterstützt fühlen.

Eine weitere gute Anlaufstelle ist die Wirtschaftsförderung. So gut wie jede Großstadt hat eine Wirtschaftsförderung mit den entsprechenden Ansprechpartnern, die dir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das Gute an der Wirtschaftsförderung ist dabei, dass sie dir nicht nur bei der Finanzierung deiner Selbstständigkeit unter die Arme greift, sondern auch bei personellen Schwierigkeiten oder aber bei Materialanschaffungen.

Neben der Wirtschaftsförderung oder der IHK besteht auch die Möglichkeit bei Menschen, die direkt auf das Thema geschult und ausgebildet sind, um Rat zu fragen. Ich selbst interessiere mich schon lange Zeit für das Thema Selbstständigkeit und Unternehmensgründung.

Dabei stehe ich denjenigen, die sich selbstständig machen wollen nicht nur mit meinen Erfahrungen helfend zur Seite, sondern habe mir durch die Jahre hinweg ein gutes Netzwerk mit einflussreichen Kontakten aufbauen können, an die ich dich in deiner geplanten Selbstständigkeit gerne weitervermittele.

Das bringt mich zu meinem nächsten und letzten Punkt. An dieser Stelle befassen wir uns damit wie und was du von anderen Selbstständigen lernen kannst, sodass du als Unternehmensgründer erfolgreich wirst.

Aller Anfang ist schwer, heißt es so schön und dennoch ist der wichtigste Schritt bei allem immer der Anfang. Das Gute daran ist, dass mich immer, wenn mir eine Sache bisher schwierig vorkam, folgendes motiviert und angetrieben hat: Es haben auch schon weitaus Dümmere geschafft. Das ist ein Satz, den ich mir als Manta erst in meiner Schullaufbahn, später in meinem Studium und dann in der Selbstständigkeit immer wieder vor Augen und Ohren geführt habe.

Viele Menschen machen sich in der heutigen Zeit aus den unterschiedlichsten Gründen selbstständig und natürlich sind einige darunter, die scheitern, aber es gibt auch immer wieder welche, die damit erfolgreich sind. Und die zweite Kategorie sind bei weitem keine Ausnahmetalente oder Supergenies. Ich bin schließlich auch nur einer von Vielen, bei denen es funktioniert hat und wenn ich es geschafft habe, dann schaffst du es auch.

Sofern du in deinem Bekannten- oder Freundeskreis Leute hast, die sich bereits erfolgreich selbstständig gemacht haben, dann wirst du schon einen roten Faden haben, nachdem du dich orientieren kannst. Du wirst vermutlich die ein oder anderen Rückschläge dieser Menschen miterlebt haben und wissen wo die Gefahren und Risiken bei der Selbstständigkeit lauern.

Und selbst, wenn du Freunde hast, die sich ohne Erfolg selbstständig gemacht haben, dann wirst du wissen, wie du es nicht machen willst und auch auf welche Faktoren du besonderen Wert legen wirst.

Und auch für den Fall, dass du in deinem Freundes- und Bekanntenkreis gar keine Unternehmensgründer hast, gibt es viele andere erfolgreiche Gründer, an denen du dich für deine geplante Selbstständigkeit orientieren kannst.

Indem du gelegentlich auf dem Markt nach links und rechts schaust, um den Stand deiner Konkurrenz und deinen eigenen im Wettbewerb zu ermitteln, wird es dir automatisch gelingen an den Stärken der anderen Unternehmen deine eigenen zu entwickeln und auszubauen. Außerdem eignen sich andere erfolgreiche Start-ups hervorragend als Inspirationsquelle für deine eigenen Ideen.

Auch von den Schwächen anderer kannst du lernen. Haben deine Konkurrenten ein Alleinstellungsmerkmal? Wie vermarkten sie sich? Ist ihre Homepage kundenfreundlich aufgestellt? Anhand dessen kannst du auch durch negative Beispiele, die dir so manches Unternehmen liefert, lernen was du bei deiner eigenen Unternehmensgründung besser machen willst.

Ein weiterer wichtiger Punkt von dem du bei jedem Gründer, der schon länger auf dem Markt ist, profitieren kannst, ist Erfahrung.  In meiner Zeit in der Selbstständigkeit habe ich gemerkt wie wichtig es neben dem sozialen Netzwerk ist, Leute an seiner Seite zu haben, die wissen worauf es im Geschäftsleben ankommt. Die Erfahrungen, die ich über die Jahre gesammelt habe, gebe ich gerne an dich weiter, wenn du vor hast dich selbstständig zu machen.

Auch, wenn die Selbstständigkeit und die Unternehmensgründung immer mit einem gewissen Risiko, das im Vorfeld nicht immer klar zu umfassen ist, einhergeht, so darfst du dabei nicht aus den Augen verlieren, dass es unglaubliche Vorteile hat sein eigener Chef zu sein.

Nicht nur, dass du frei bist in der Strukturierung deines Arbeitsplans, stattdessen du wirst dich mit einer guten Idee auch immer selbst identifizieren können. Du wirst die Chance haben, dich persönlich zu entfalten und in den Bereichen weiterzuentwickeln, die dir individuell liegen.

Natürlich kann es auch passieren, dass es nicht funktioniert, aber wenn du es nicht versuchst, dann wirst du auch nie wissen wie es gewesen wäre. Schon William Blake hat gesagt: „Diejenigen, die ihre Träume unterdrücken, sind nur dazu in der Lage, weil ihrer Träume so schwach sind, dass man sie unterdrücken kann.“

Du lebst nur einmal und damit hast du das Recht dich und deine Stärken so zu entfalten wie du es für richtig hälst. Und wenn du dir deiner Träume bewusst bist, die Risiken einigermaßen abschätzen kannst und im Blick behältst und dir darüber hinaus noch ausreichende Unterstützung eingeholt hast, dann steht einer erfolgreichen Unternehmensgründung nichts mehr im Weg.

Bleib motiviert
Felix

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