Sinnesmarketing – Sinne im Marketing nutzen

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Sinnesmarketing – Sinne im Marketing nutzen

Sinnesmarketing – Sinne im Marketing nutzen 2000 1333 Felix Thönnessen

Lecker Käffchen. Selbst wenn du keinen Kaffee trinkst, dann magst du vielleicht den Kaffeegeruch. Wie das so funktioniert und warum das so ist, darum geht es heute. Heute geht es nämlich um unsere Sinne und wie du unsere Sinne, deine Sinne, die Sinne des Kundens einsetzen kannst, um noch mehr Produkte zu verkaufen. Wenn das mal nicht spannend ist. Sinnesmarketing lets go.

Willkommen bei Onkel Schmunzel, Felix Thönnesens kleiner Lehrstunde. Schön, dass du dabei bist. Ich werde dir heute ein bisschen was zum Thema Sinne erzählen, aber vor allem halt auch unter dem Gesichtspunkt, wie du die einsetzen kannst. Bitte vergib mir, ich habe mir nämlich wirklich einen schönen heißen Espresso gemacht. Wenn ich den mal kurz live (Schlürf-Geräusch) schlürfen darf. So, werde ich zwischendurch vielleicht auch noch mal trinken. Ich habe ein Zettelchen vorbereitet und will dir ein bisschen was erzählen, weil was merke ich in letzter Zeit? Ich merke in letzter Zeit, dass es immer mehr gibt, die ihr ganzes Marketing rein auf einen einzigen Sinn aufbauen, nämlich auf den Visuellen. Wenn du es nicht wusstest, dann lässt sich festhalten, wir haben sechs Sinne. Das ist so. Es gibt auch Leute, die sagen sieben, gibt auch Leute die sagen fünf.

Sinnesmarketing – mehr als nur Papier

Vielleicht kennst du mit Bruce Phillis, Bruce Willis den Film „The Six Senthe“, sowas was man sehr gut aussprechen kann. Was sind die fünf-, was sind die Sinne? Ich rattere dir die nur mal eben kurz runter, dann kriegst du von mir zu jedem von den Sinnen-, kriegste von mir einen Tipp und wenn du dann nichts mitgenommen hast, ja, dann hast du Pech gehabt, dann bist du-, wirst du eine Knackwurst. Also der-, die Sinne runtergerattert. Wir haben den visuellen Sinn, das ist das für das man seine schielenden Augen braucht, also in dem Falle ich. Dann haben wir einen sogenannten auditiven Sinn, auditiv bedeutet alles mit Audio, Audio hören, audere. Ich hatte mal Latein in der Schule, daher kommt das. Hast du wieder was für den Schulhof. Und dann kommt der haptische Sinn, das Fühlen, wie das Papier in den Fingern. Auch das ist sowas.

Dann haben wir den Geruchssinn, der übrigens den professionellen auch Namen trägt-, der olfaktorische Sinn, wo man mit seiner krummen Nasescheidewand so viele Geruchsdinger aufnimmt, wie es geht. (Übrigens: Es gibt von wikipedia einen guten Artikel zum Thema olfaktorische Wahrnehmung.) Und dann gibt es, das hatten wir eben, auch wieder ein guter Grund, nämlich das Schmecken. Das sind unsere Sinne. Und es gibt da noch den einen oder anderen, der sagt, wir haben noch einen sechsten. Der sechste Sinn ist das Gleichgewicht, das befindet sich bei uns im Innenohr. Kennst du, wenn du irgendwie auf der roten Mamba oder schwarzen Mamba im Phantasialand warst und danach über dem Mülleimer hängst, da weißt du genau, was der Gleichgewichtssinn ist. Um alle Sinne anzusprechen, sollte ich als Unternehmer/in vor allem aber auch mutig sein. Wie du das wirst, erfährst du hier im Video.

Wie Eindrücke Sinne erzeugen

So, jetzt haben wir genug Späßchen gemacht, gehen wir mal rein. Also im Marketing spricht man von Multisensual Marketing, also Multisinne ansprechendes Marketing. Weil, wir nehmen zwar extrem viel über unsere Augen wahr, aber wir haben auch diese anderen Sinne. Und wie kannst du die vielleicht auch nutzen und trotzdem auch den visuellen Sinn nutzen, weil es gibt so unterschiedliche Statistiken, die sagen, so 60 bis 80 Prozent unserer Sinneseindrücke sind visuell. Also wenn du mal selber überlegst, machen wir mal was ganz Drastisches, du müsstest oder dürftest nur noch einen deiner Sinne haben, du dürftest nur noch-, also könntest entweder nicht mehr riechen oder nicht mehr hören, du dürftest nur noch einen haben, dann würden sich die meisten Leute, würde ich mal tippen, wahrscheinlich für den visuellen Reiz entscheiden.

Sinnesmarketing

Würden sagen, gut, dann rieche ich nicht mehr, dann kann ich nicht mehr hören, alles ganz fürchterlich, aber ich glaube blind zu sein, dass ist-, wäre zumindest meine objektive Meinung, oder subjektive Meinung, sorry, wäre wahrscheinlich das Schlimmste. Und das gibt halt auch wieder, warum wir so viel über unseren Augen quasi wahrnehmen. Also 60 bis 80 Prozent. Und Farben spielen dabei natürlich eine extrem große Rolle. Und auch da mache ich immer wieder die Erfahrung, dass die Leute sich so im Rahmen ihres Brandings-, ich mag halt türkis voll gerne und meine zweite Lieblingsfarbe ist altrosa und deswegen habe ich mein Logo gemacht. Man ist sich manchmal darüber gar nicht im Klaren, was die Farben ausdrücken. Schau, wir haben zum Beispiel als Signature Color, also als signifikante Farbe in unserer Company grün.

Frau, Mann – alle Sinne ansprechen

Warum? Weil grün ist nicht nur die Farbe der Hoffnung, wie man so schön sagt, also die Hoffnung auf ein erfolgreiches Unternehmen, sondern bei grün geht es auch um Wachstum, um größer werden, alles das, was wir aus der Natur sozusagen kennen. Das heißt, das war nicht das der Felix immer gerne mit dem grünen Filzstift gespielt hat, sondern ich habe mir das halt vorher überlegt. Also das ist Farbenlehre, ein ganz wichtiger Faktor. Dazu gehört beim visuellen Reiz aber nicht nur die Farbe, sondern auch die Form. Wenn du dir zum Beispiel mal den BMW Mini oder den Fiat 500 oder den Beatle anschaust, dann haben die immer runde Scheinwerfer und die Frontpartie sieht fast ein wenig aus wie ein Gesicht. Und das ist total interessant.

Warum? Weil diese Autos werden hauptsächlich von Frauen gekauft. Und man hat den Magnetresonanztomographen bei der Untersuchung der Gehirnareale, die aktiviert werden, wenn diese Bilder angeschaut werden, dass bei Frauen dasselbe Areal aktiviert wird, wie wenn sie sich zum Beispiel Fotos von Babys oder von kleinen Kindern angucken. Also das ist so ein Stück weit so ein Kindchen-Schema, deswegen sehen diese Autos oft für Frauen auch ein wenig aus wie ein Gesicht, ja? Und das ist eben wichtig, wir sind im visuellen Reiz, dass es hier eben mehr als nur Farbe, sondern auch Form, Verpackung, alles was damit zu tun hat-. Also bitte da intensiv Gedanken zu machen.

Reize, der Schlüssel zum Erfolg

Der nächste Reiz ist, oder unser nächster Sinn, der Auditive. Also das, was ich zum Beispiel im Personal Branding über meine Stimme erreichen kann, wo ich dich mit meiner Stimme abhole oder langweile oder dir ganz, ganz geheime Geheimnisse erzähle. Also alles das, was mit der Stimme zum Beispiel zu tun hat und anderen auditiven Reizen. Wenn ich hingehe und hier das Jingle (Sprecher macht döm-Geräusche), was bedeutet das? Ist das pulsierend, mitnehmend, motivierend, was sind die Begriffe, die du damit übertragen möchtest? Es gibt bei Kelloggs Sound-Designer, die dafür zuständig, welches Geräusch die Kelloggs im Mund machen, wenn sie den knacken. Alles das ist ein ganz, ganz wichtiger Faktor im auditiven Bereich, also welche Stimme setzt du ein, welches Jingles setzt du ein, vielleicht auch, welche Geräusche machen deine Produkte, wenn du sie öffnest?

Es gibt ja so dieses typische (Sprecher schnippst mit dem Finger), so ein Bier-Plong, das habe ich jetzt mit dem Finger schnippen nicht so gut dargestellt, aber-. Ganz wichtiger Faktor. Dritter Punkt, Haptik. Haptik, fühlen, anfassen. Also ich habe zum Beispiel vielen Leuten, die mein Buch-, Influencern mein Buch geschickt und Influencerinnen und habe das in einer ganz hochwertigen-, in einem hochwertigen Stückdeckelkarton gemacht. Und dieser Karton wiegt schon eine ganze Menge, also Gewicht ist auch Teil des Fühlens, der Haptik. Nicht nur die reine Oberfläche, so wie wir Papier anfassen können und die Weichheit, so wie wir das vielleicht auch von Duschgel kennen, was besonders cremig oder ölig ist, wenn wir es in der Dusche auf unseren Körper auftragen und unsere Haut sich sofort samt und weich anfühlt, so ist es auch bei allen anderen Produkten.

Marketing Sinne

Was kann ich anfassen?

Und da zu überlegen, wie kannst du das nutzen? Schönes Beispiel aus der Vergangenheit, in der Zeit trinke ich noch mal ein Schluck von meinem italienischen Ristretto, ist das Beispiel Bang & Olufsen. Bang & Olufsen Fernseher, kannst du dich vielleicht dran erinnern, das waren immer die Fernseher, die die Reichen hatten, wir hatten immer Tevion und Medion. Und die Nachbarn hatten immer Bang & Olufsen. Bang & Olufsen hatte so ganz geile, längliche Fernbedienungen, die ultraschwer waren. Warum? Da war eine Metallplatte drin. Da war eine Metallplatte drin, die keinerlei Funktion hatte, aber die Leute haben gesagt: Oh, guck dich mal an, was das für eine Fernbedienung-. Das ist so richtig Technik reingeflossen, die von Bang & Olufsen, die haben da so viel Zeug-. Ist ja klar, dass die von Tevion so viel leichter ist, da ist ja auch nur Müll drin. Und die von Bang & Olufsen die waren halt richtig, richtig schwer. Also auch das ist Teil der Haptik.

Vierter Sinn, habe ich eben gesagt, ist der olfaktorische Sinn. Es gibt ja auch die Leute, die sagen: Ich kann dich gut riechen.  Kennst du das? Habe ich auch schon mal irgendwie als Teenager. Bildhübsche Frau, bildhübsche Frau, aber der Geruch war irgendwie unangenehm. Das muss nicht mal sein, dass die Person vielleicht nicht so oft duscht, sondern es kann auch einfach so ein ganz penetrantes Parfüm aus der Drogerie ihrer Wahl gewesen sein, keine Ahnung was. Aber der Geruch, das kann noch mal so ein Killer werden. Und jetzt sagst du vielleicht: Ja, Felix. Ich verkaufe aber Dienstleistungen und bin als Personal Brand oder als Coach unterwegs, kann ich alles nicht nutzen. Glaube ich schon, kommt halt ein bisschen drauf an-, natürlich, wie du Dienstleistungen erbringst, aber wenn du dir mal die Melia Hotels anschaust oder andere tolle Hotelketten, die einen eigenen Duft haben, der über Duft-Diffusoren im Innenraum der Hotels ausgespielt wird, dass die Menschen eben eine Wiedererkennung haben. Dass es Airlines gibt, in denen die Stewardessen ein-, ein bestimmtes Parfüm tragen, um eine Wiedererkennung, einen olfaktorischen Sinn zu haben. Wieder sind wir im Sinnesmarketing einen Schritt weiter.

Business Check

Olfaktorische Sinne ansprechen

Oder der Geruch von Kaffee, den wir lieben, auch wenn wir keinen Kaffee mögen. Auch völlig verrückt, weil wir haben Kaffee kennengelernt, als unsere Eltern-, unsere Familie zusammensaß und wir dann Weihnachten, Geburtstage-, da haben wir Kaffee gerochen, ohne dass wir Kaffee geschmeckt haben und haben Kaffee verbunden mit Familie, Zusammensein und ähnlichen Dingen. Finde ich super spannend. Also, wer sich da übrigens intensiver für auseinandersetzt und ein eigenes Unternehmen hat und Bock hat, dass der Felix Thönnesens als Keynotespeaker mal vorbeikommt, ich habe einen geilen Beitrag zum Thema Neuromarketing, da geht es genau um diese Sachen, wie kann ich solche im Kopf ausspielen, wie kann ich die verschiedenen Sinne nutzen? Finde ich super spannend. So.

Kommen wir zum letzten Sinn, ich muss ein bisschen auf die Tube drücken. Der letzte Sinn, eben das Thema schmecken, also unser Geschmackssinn. Das könnten auch einfach mal ganz simple Sachen sein, um mal einfaches Beispiel zu sagen, das sind die Getränke, die du vielleicht auch deinem Kunden, deinen Kundinnen im Büro servieren kannst. Hier kannst du natürlich hingehen und sagen: So, ich kann hier schön aus dem Tetrapack, um eine billige Haptik zu haben-, gibt es irgendwie so einen Kaffee von der Tankstelle, der auch noch in einer hässlichen Verpackung ist.

Wie du das alles nutzen kannst

Visueller Reiz auch wieder durchgefallen, oder du hast da eben die Siebträgermaschine stehen und kannst den Kaffee des Jahrhunderts zaubern und drehst dem Kunden auch noch oben das Einhorn oder das Blümchen oder weiß ich nicht was da rein und der Kaffee hat einfach einen ganz, ganz anderen Geschmack und ist dadurch viel, viel hochwertiger. Also auch das ist etwas, was wir wahrnehmen können. Also ganz große Empfehlung von mir, achte mal darauf, wie du diese Sinne für dich nutzen kannst.

Wir haben ganz häufig bei uns, ich verlinke es dir, bei uns Business-Check-Leute, die haben so das Gefühl: Es gibt nur den visuellen Reiz, ich habe das Logo fertig und dann bin ich durch mit dem Thema. Du kannst da marketingtechnisch so wahnsinnig viele Sachen machen. Also in dem Sinne werden ich jetzt meinen italienischen Ristretto aus meiner kleinen süßen-, aus meinem Tässchen weitertrinken. Schreib mir doch mal die Kommentare-, kommentier doch mal oder hau mal irgendwie ein paar Infos drunter, wie setzt du die Sinne bisher in deinem Marketing ein? Was machst du da? Und wie würdest diese gerne zukünftig einsetzen? Würde mich freuen. In dem Sinne, prost und helau, bis bald.

Bleib motiviert

Felix