Setz dich auf ein Kamel und reite durch die Sahara

Felix Thönnessen 0 Comments

Warst du schon mal in Afrika mein Freund? Im Zeitalter der Digitalisierung und günstiger Flüge, gönne ich mir grad den Luxus und schreibe die heutige Kolumne in Afrika. Nicht weil ich ein fancy Jetsetter bin, sondern weil auch ein alter Beraterbesserwisser wie ich mal Urlaub braucht. Aber keine Sorge, du bekommst mehr als ein paar Urlaubseindrücke von mir.

Ein paar Hügel mit ein bisschen viel Sand

Wenn ich so durch die Gegend schaue, dann sehe ich eine Menge Sand. Damit meine ich wirklich eine Menge, aber ich glaube das bringt die Wüste so mit sich. Genau die Momente nutze ich dafür, darüber nachzudenken, ob alles so läuft wie ich mir das vorstelle. (Keine Sorge, wir tanzen gleich nicht unseren Namen.) Wenn du wochenlang in deinem Hamsterrad sitzt, dann hilft es ganz sicher auszusteigen und sich mit einem leckeren Caipirinha daneben zu setzen. Vielleicht entdeckst du dann eine Möglichkeit einen Motor einzubauen oder die Rollen mal ordentlich zu ölen. Viel oft machen wir Dinge sehr lange, weil wir es nicht anders kennen und Veränderungen sind ja schließlich doof, oder? Vielleicht sitzen in deinem Hamsterrad auch ein paar andere Hamster, die gar nicht mitlaufen. Das wäre in der Tat doch eine gute Erkenntnis mal bisschen zu entmisten.

Urlaub=Endlich Zeit zum Arbeiten

Natürlich denke ich im Urlaub nicht nur daran, wo ich etwas optimieren kann, sondern auch welche neuen Bereiche ich erschließen will. (Urlauben hat ja sonst auch keine andere Funktion, oder Felix?) Hier finde ich eigentlich immer Dinge, die mein Interesse wecken. (Ich bin aber auch ein aufgewecktes Kerlchen.) Ich schaue mir total gerne Märkte, einheimische Cafés oder kulturelle Stätten an. Einmal, weil man sich bekanntlich weiterbilden soll, aber auch, weil ich immer wieder Dinge entdecke, die es so bei uns noch nicht gibt und die auch die lieben Deutschen ganz gut gebrauchen könnten. Dazu eine kleine Geschichte:

Die Oma kocht nicht immer gern

Vorweg: Ich liebe meine Oma. Aber meine Oma ist ein ziemlich gewieftes Ding. So begab es sich das ich während meines Studiums natürlich immer wieder Geld brauchte, um das gleich wieder für unnötige Dinge auszugeben. Meine Oma war zu der Zeit natürlich auch einer meiner privaten Arbeitgeber. Leider zahlte sie mit Essen statt mit Geld. (Naja, spart man irgendwie ja trotzdem.) Als Bezahlung für die Gartenarbeit gab es also Essen. Jedoch begab es sich oft, dass meine werte Großmutter auch andere Sache zu tun hatte und dann nicht noch Zeit hatte dem Enkel was zu kochen – zumindest nichts Großes. Also gab es häufiger Haferflockensuppe oder eben Haferflockschleim. (Ich finde das erste klingt ein wenig delikater.) Nun, wenn du schlauer Fuchs dir die Food Branche heute mal anschaust, dann gibt es das leider nicht mehr. Etwas Neues, Atemberaubendes wurde hervorgebracht: Porridge. Awesome, fancy Porridge. Porridge wird von schottischen Landbauern mit Sackkarren aus den schottischen Highlands nach Deutschland gebracht und wurde dort zuvor von Ureinwohnern geerntet, bevor es noch mit Feenstaub bestäubt wird. Ein wahnsinnig aufwändiger Prozess, der nicht zu unterschätzen ist. Natürlich rechtfertigt dieser Prozess auch eine Preissteigerung von sagen wir mal 500 Prozent. Alles andere würde diesem einzigartigen Produkt nicht gerecht werden.

Verpack dich wie Cinderella

Was ich dir damit sagen will? Nun, erstens das meine Oma, mich übers Ohr gehauen hat und zweitens, dass es nicht zwangsläufig ein neues Produkt braucht, sondern oftmals nur ein neues Gewand. Ein hübsches, ja das stimmt, vielleicht mit ein bisschen Ausschnitt. Lieber Freund, steck ebenso viel Gedanken in die Verpackung deiner Idee wie in den Inhalt. Oft überzeugt nämlich genau diese Verpackung und schafft bei deinem Kunden das Bedürfnis nach Konsum.

Vielleicht finde ich hier in der Sahara ja eine eigene Idee und verkaufe nächste Woche Wüstensand als Elixier des Lebens oder die Reste vom Buffet als used food.

Bleib motiviert

Felix

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