Ein Business ohne Online-Videos ist wie ein Ladengeschäft ohne Eingangstür

Felix Thönnessen 1 Comment

Vielleicht hast du schon das ein oder andere Video gedreht. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du dich unwohl gefühlt hast, schlimmstenfalls stehen dir bei der bloßen Vorstellung Schweißperlen auf der Stirn. Nein, stimmt nicht, denn noch schlimmer ist es, wenn deine Angst so groß ist, dass du erst gar keine Videos drehst….

Kennst du das? Sobald ich das Thema „Online-Videos“ anspreche, höre ich Aussagen, wie: „Ja, ich weiß, das ist wichtig, aber ich hatte noch keine Zeit, mich damit auseinander zu setzen…..“ Oder: „Nee, ist nicht so richtig mein Ding…..“ Und auch: „Ich habe es schon mal versucht, aber das war so schlimm, dass ich festgestellt habe, dass ich nicht dafür geeignet bin. Es muss auch anders klappen!“

Vielleicht stellst du schon hin und wieder Online-Videos auf deinen sozialen Netzwerken ein, aber so richtig zufrieden bist du damit auch nicht. Und die entsprechenden Ergebnisse bleiben aus. Dann hast du die Bestätigung, dass Videos doch nicht so wichtig sind.

Mein Name ist Kristina Venus und ich bin Kamera-Coach. Ich zeige Menschen, wie sie angstfrei authentische Online-Videos drehen, um damit mehr Reichweite und Sichtbarkeit für ihr Unternehmen zu erlangen. Als Coach, Schauspielerin und Regisseurin bringe ich nicht nur mein fundiertes Wissen in die Arbeit, sondern auch unzählige Übungen, die es dir einfacher machen. Mein Unternehmens-Motto lautet: Einfach machen!

Zahlen, Daten, Fakten

Ich fange mal mit den weniger attraktiven Informationen an, in der Hoffnung, dass ich dich schon alleine damit überzeugen kann, dass Online-Videos heute ein Must-to-have ist!

Here we go:
4 von 10 Nutzern gehen aufgrund eines Unternehmens-Videos auf deren Seite
Das Teilen von Videos ist von 2007 bis 2013 alleine um 7.000 % gestiegen!!!!
Online-Shopper kaufen eher ein, wenn sie ein Video gezeigt bekommen
53 % der Nutzer möchten mehr Videos sehen
71 % schauen mehr Videos als im Vorjahr (Stand: 2018)
54 % möchten Videos als Online-Inhalte von Unternehmen sehen
YouTube-Nutzer weltweit: 1,8 Milliarden (Tendenz stark steigend)
Facebook und Co. sorgen dafür, dass immer mehr Videos gezeigt werden
…..

Ich hoffe wirklich, du verstehst, WIE wichtig es ist, dass du dich mit dem Thema nicht nur auseinandersetzt, sondern es auch umsetzt. Daher beschäftigen wir uns mal mit den am meisten genannten Herausforderungen in Bezug zu Online-Videos. Die Ergebnisse stammen aus Umfragen an die Mitglieder aus meinem Kamera-Coaching.

Angst vor der Kamera
Angst zu versagen, vor Pannen oder Kritik, etwas falsch zu machen, nicht telegen zu sein, zu introvertiert und daher nicht geeignet zu sein, vor der Technik, zu viel und/oder zu wenig zu posten.

Diese unterschiedlichen Ängste haben alle eine Grund-Angst: Nicht gut genug zu sein! Kennst du das auch? Du machst etwas und zack, du siehst nur kurze Zeit etwas Ähnliches von jemand anderem und du denkst: „Oh Backe, der ist viel besser als ich. Das schaffe ich nie!“

Angst ist ja grundsätzlich nicht verkehrt, denn sie will uns vor Gefahren schützen. Leider ist es meistens so, dass diese Gefahren ausschließlich in unserem Kopf sitzen und in den wenigsten Fällen Realität werden. Wir machen uns also schreckliche Sorgen über etwas, dass aller Voraussicht nach nie passieren wird. Wahnsinn, oder? Ökonomisch gesehen also ein Worst Case! Gefühlsmäßig ein Desaster.

In der Schauspielerei gilt: Angst und Lampenfieber hilft dir, dich klar zu fokussieren und konzentrieren. Wenn sie jedoch zu groß wird, dann besteht die Gefahr, dass du Blackouts hast.

Was kann ich sofort gegen Angst tun?

Im Kamera-Coaching ist die wichtigste Regel: Atmen, und zwar richtig! Ich weiß, du wirst jetzt die Augen verdrehen. Vielleicht hast du dir etwas Spektakuläres gewünscht oder einen Zauberspruch oder….. Aber unser Atem ist unsere Basis. Kein Leben ohne Atmung! Aber atmest du richtig? Klar, wirst du denken, sonst wäre ich ja tot.

In den meisten Fällen ist es leider auch fast so, denn unsere Gesundheit hängt von der richtigen Atmung ab. Mit ihr füllst du nicht nur deine Lungenflügel mit Luft, sondern deinen gesamten Körper mit Sauerstoff. Und der verhilft dir unter anderem dazu, dass dein Körper nicht übersäuert (hilft aber nichts, wenn du im gleichen Atemzug eine Pizza isst, ein Bier trinkst und dir im Anschluss noch einen Espresso und eine Zigarette „gönnst“ – aber das ist ein anderes Thema…).

Lege dich jetzt mal bequem auf deinen Rücken. Deine Hände legst du dabei auf deinen Bauch. Und dann atmest du tief (und ich meine wirklich tief) ein. Was passiert mit deinen Händen? Bewegen sie sich nach oben? Bestimmt etwas, oder?

Dann atmest du eine Weile ganz normal ein und wieder aus. Dabei beobachtest du wieder deine Hände. Gehen sie wieder nach oben? Wenn ja, wie weit?

Bei vielen Menschen bewegen sie die Hände bei der Normal-Atmung überhaupt nicht oder nur kaum. Das liegt in der Regel daran, dass wir uns die Brust-Atmung angewöhnt haben. Gerade Frauen, die es sich zur Angewohnheit gemacht haben, den Bauch einzuziehen, atmen nur noch in die Brust. Diese hebt sich dann, aber der Bauch bleibt flach. Machst du das über lange Zeit, hast du diese Atmung verinnerlicht. Bauch-Atmung adé!

Oder wenn wir Stress haben, dann atmen wir häufig flacher. Haben wir nun oft Stress, werden wir diese Atmung verinnerlichen und die Bauch-Atmung hat auch hier langfristig keine Chance mehr.

Was tun? Du kannst die gesunde Bauch-Atmung wieder erlernen, mit unendlich vielen Vorteilen, die du mit der Zeit spüren wirst. Und dem Haupt-Grund: Du hast eher Zugriff auf deine Ängste und kannst Stress wegatmen!

Übung

Du liegst wieder auf dem Rücken und hältst deine Hände auf den Bauch. Nun atmest du bewusst und tief in deinen Bauch, sodass sich die Hände nach oben bewegen. So, als würde ein Luftballon in deiner Körper-Mitte aufgeblasen werden. Versuche nun 2 – 3 Sekunden die Luft anzuhalten und dann langsam wieder auszuatmen. Dabei nutze die Lippenbremse, indem du durch deine zusammen gepressten Lippen ein pffff hinausatmest. Das Ausatmen soll doppelt so lange dauern, wie das Einatmen. Wenn das anfangs noch nicht klappt, dann macht das nichts. Übung macht den Meister!

Das machst du mindestens zehnmal. Mit der Zeit wirst du auch eine stark entspannende Wirkung verspüren und du wirst deine Atmungs-Zeit von alleine ausdehnen wollen.

Wenn du diese Übung täglich absolvierst, dann garantiere ich dir nach 2 – 3 Monaten eine erhebliche Verbesserung von vielem: Du wirst weniger Stress allgemein empfinden, du wirst besser schlafen, dich leichter konzentrieren können, uvm.

Aber das Wichtigste ist: Wenn du ein Online-Video drehen möchtest, kannst du kurz vorher ganz bewusst die Hände auf deinen Bauch legen (geht übrigens auch im Stehen ☺), dich auf deinen Atem fokussieren und tief ein- und wieder langsam ausatmen. Wenn du das einige Mal machst, garantiere ich dir weniger Lampenfieber!

Klingt einfach? Ist es auch! Das Geheimnis liegt auch hier im Tun!

Und noch eine Übung

In meinem Kamera-Coaching ist das die zweitwichtigste Übung: Visualisierung. Auch das ist nichts Neues und es ist sehr effektiv, wenn du es regelmäßig anwendest (auch hier liegt die Betonung auf regelmäßiger Anwendung, denn wenn du dir einmal etwas zu essen kochst, bist du dann den Rest deines Lebens satt?).

Stelle dir anfangs täglich in einer entspannten Situation (die Übung kannst du wunderbar mit deiner Atem-Übung kombinieren) dein Wunsch-Endergebnis vor. Deine Botschaft, die du in deinem Online-Video deinen Interessenten schenken möchtest, ist vielleicht genau die Information, auf die dein Wunsch-Kunde gewartet hat (denn auch den Wunsch-Kunden kannst du dir visualisieren).

Sieh ihn vor dir, wie er dich anstrahlt und dir sagt, dass du ihm gerade mit diesem Video das Leben gerettet hast. Male dir diesen inspirierenden Film in deinen Gedanken aus, sodass du irgendwann anfängst zu grinsen. Du musst es fühlen! Dann ist die Wirkung stark!

Wer sich das anfangs nicht vorstellen kann, dem empfehle ich, sich zu imaginieren, dass du gerade ein Arzt bist, der einem todgeweihten Patienten die freudige Nachricht übermitteln darf, dass du ein Medikament entwickelt hast, welches genau seine Krankheit heilen wird!

Spiele mit deinen Bildern und finde deine eigenen, damit du in das Gefühl gehen kannst. Denn dieses Gefühl nimmst du mit in dein Video! Deine Augen fangen zu strahlen an, du lächelst und deine Botschaft bekommt eine ganz andere Färbung.

Übung Nummer 3

Viele meiner Kunden tun sich schwer mit dem, was sie wie sagen sollen. Wenn du zu denen gehörst, die unsicher sind, wie sie ihre Botschaft verpacken, denen möchte ich mit auf den Weg geben, dass grundsätzlich diese Angst am Anfang vollkommen normal ist.

Wer sich meine ersten Videos ansieht (und ich bin ausgebildete Schauspielerin, die es „eigentlich“ können muss), der merkt auch mir die Steifheit, die Konzentration, die Angst an (ich kann auch noch nicht über Wasser laufen ☺).

Mache dir zuerst Gedanken darüber, was du mit dem Video mitteilen möchtest. Dann schreibe dir ein Skript (über gute Texte könnte ich jetzt auch jede Menge schreiben, aber das würde hier den Rahmen sprengen). Versuche in deiner Sprache zu sprechen, also zum Beispiel benutze keine Fremdwörter, die du auch sonst nicht einsetzt. Lese dein Skript dann laut vor. Vielleicht machst du das schon mal testweise vor laufender Kamera. Wie fühlt sich der Text für dich an? Hast du überflüssige Füllwörter, die du streichen kannst? Nimm Wiederholungen heraus und feile an dem Text so lange, bis er rund ist und du ihn mit deinen Worten erzählen kannst, sodass du dich wohlfühlst.

Dann übe diesen Text – immer und immer wieder, bis er sitzt. Dein Text ist jetzt „drehreif“ und du kannst dich vor die Kamera stellen. Dort machst du deine Atem- und Visualisierungs-Übung und dann heißt es: „Und bitte!“

Das Schöne ist ja, dass du dir das Video im Anschluss anschauen kannst. Wenn es dir gar nicht gefällt, dann nimmst du es noch einmal auf. Wenn du zu kritisch mit deinen Aufnahmen bist oder zu unsicher, ob diese gut genug sind, dann frage jemanden, der dir auch bereitwillig Verbesserungsvorschläge macht. In der Regel sollten es keine Familien-Mitglieder oder Freunde sein, denn diese sind nicht unvoreingenommen.

Hast du einen Kunden, zu dem du auch ein freundschaftliches Verhältnis hast, dann frage ihn. Er bekommt dadurch exklusiv Einblick nicht nur zu deinen Informationen, sondern auch in deine Arbeitsweise. Falls du bei deinem Skript den Fehler gemacht hast, am Kunden vorbeizusprechen, dann fällt das deinem Test-Kunden am ehesten auf.

Ich würde dir anfangs nicht empfehlen, direkt live zu gehen, wenn deine Angst vor der Kamera groß ist. Die Hürde bei einem Live-Video ist wesentlich höher. Kann man machen, muss man aber nicht….. ☺

Ich kann dir auf jeden Fall versichern, dass du mit der Zeit wesentlich entspannter wirst, wenn du regelmäßig Videos drehst. Es wird für dich immer „normaler“ vor der Kamera zu stehen. Erinnere dich mal an deine Fahrstunde, wie aufgeregt du warst. Und wie fährst du heute Auto? Das ist das ganze Geheimnis: Einfach machen und mache es dir dabei so einfach wie möglich!

Und dann wirst du die Vorzüge der Videos für dich und dein Unternehmen nutzen können. Denn mehr Reichweite und Sichtbarkeit heißt unter´m Strich auch mehr Umsatz.

Ich wünsche dir nun einen angstfreien und erfolgreichen Start mit deinen Online-Videos!

Deine Kristina Venus, Kamera-Coach  https://www.kristinavenus.com/

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Michaela Braun

Das ist ein wirklich wertvoller Artikel mit tollen Tipps, die ich so noch nie gehört habe. Da fällt es einem wirklich viel leichter, sich zu trauen, Videos zu machen. Ich habe mich da auch erst ganz langsam rangetastet. Was mir im Augenblick noch hilft, sind zwei Dinge: 1. Es noch nicht live zu machen, sondern aufzuzeichnen (interessant finde ich auch, zu „Unzeiten“ Live zu gehen, um die Reichweite des Live mitzunehmen). Und ich mache Interviews, da fällt es insgesamt leichter, sich authentisch zu geben statt einen auswendig gelernten Text aufsagen zu müssen. Zu dem Thema habe ich auch einen Blogartikel… Weiterlesen »