Crowdinvesting der Schwarm macht´s

Felix Thönnessen 0 Comments

Wer ein Unternehmen gründen will, der braucht vor allem eines: Startkapital. Da die meisten, die ein Start-up gründen wollen keine hunderttausende von Euro auf der Bank haben oder die Existenzgründung aus der Portokasse zahlen können, stelle ich dir heute eine gute Alternative vor, um fehlendes Startkapital zu überbrücken: Das Crowdinvesting. Es ist eine super Sache, mit der ein Start-up durch eine Vielzahl von kleineren Investitionen im Gesamten eine große finanzielle Unterstützung erhalten kann.

Was ist Crowdinvesting?

An dieser Stelle fragst du dich vermutlich, was genau das Crowdinvesting von dem Crowdfunding unterscheidet. Der Unterscheid besteht darin, dass das Crowdinvesting eine besondere Form des Crowdfundings ist. Während die Investoren beim klassischen Crowdfunding ausschließlich eine finanzierende und vermittelnde Position einnehmen, beteiligen sich die Crowdinvestoren am Unternehmen selbst. Auf diese Weise haben sie auch unmittelbar Anteil am Unternehmenserfolg. Wenn du gerne mehr Informationen zum Crowdfunding erhalten willst, dann folge diesem Link:  Crowdfunding oder gemeinsam sind wir stark

Der Ausgangspunkt ist jedoch sowohl beim Crowdfunding als auch beim Crowdinvesting derselbe. Bei beiden wird eine Geschäftsidee, ein Start-up oder ein Projekt durch eine Gruppe von Menschen finanziell unterstützt. Denn nicht jeder Gründer, der seine Idee nicht ohne finanzielle Unterstützung umsetzen kann, darf sofort mit einem Bankkredit rechnen.

Das Risiko des Crowdinvestings besteht jedoch darin, dass der Investor sein Finanzierungskapital verlieren kann, wenn das Unternehmen, in das er investiert hat, nicht erfolgreich wirtschaftet. Auf der anderen Seite besteht genau darin der Anreiz für den Kapitalgeber, denn im Falle eines Unternehmenserfolgs ist die Rendite dabei recht hoch. Frei nach dem Motto: „No risk, no fun.“

Generell ist das Crowdinvesting ein sehr junges Finanzierungsmodell, das erst seit einigen Jahren etabliert ist. Trotzdem zeigen Erfahrungswerte, dass es sich um erfolgsversprechende Investitionen handelt, da die Finanzierungsbeiträge vermehrt hohe Wachstumsraten zeigen.

 

Welche Möglichkeiten des Crowdinvestings gibt es?

Das Crowdinvesting bietet eine Vielzahl von Beteiligungsformen. Auf der einen Seite hast du die Option einer stillen Beteiligung. Dabei handelt es sich, aus gesetzlicher Sichtweise, um eine Fremdkapitalforderung und nicht um eine Beteiligung am Eigenkapital. Das bedeutet, dass das Kapital, welches die Investoren in das Projekt oder die Idee fließen lassen vom Unternehmen unabhängig bleibt. Der Konzern ist  und bleibt in diesem Sinne also Schuldner, die Gläubiger hingegen sind die Crowdinvestoren.

Diese Form ist im Grunde mit einem Bankkredit vergleichbar, nur dass in diesem Fall nicht eine Einzelne Institution, wie die Bank, dem Unternehmen das Geld zur Verfügung stellt, sondern viele unterschiedliche Menschen.

Eine weitere Möglichkeit des Crowdinvestings besteht in Genussrechten oder patriarchischen Darlehen. Diese kommen in Form eines Kreditverhältnisses zwischen dem Unternehmer und den Investoren zustande. Hierbei profitieren die Crowdinvestoren unmittelbar von den Unternehmenserfolgen, da der Kreditvertrag häufig an eine Erfolgsbeteiligung geknüpft ist. Auf diese Weise ist auch für den Unternehmer sichergestellt, dass der Einfluss des Investors auf das Start-up vertraglich geregelt ist.

 

Beispiele des Crowdinvestings…

Es versteht sich von selbst, dass das Crowdinvesting die freiwillige Leistungserbringung durch eine Gruppe von Menschen bezeichnet. Daraus ergibt sich umgekehrt also kein Anspruch des Unternehmers, dass er eine finanzielle Unterstützung für die Gründung seines Start-ups oder die Umsetzung seiner Geschäftsidee erhält.

Doch hierbei denke ich mir, dass Existenzgründer diese Sicherheit bei der Bank auch nicht haben, denn schließlich besteht auch dort das Risiko, dass er oder sie keine Bank findet, die einen Kredit in Höhe der benötigten finanziellen Unterstützung gewährt. Die Möglichkeit des Crowdinvestings hält daher noch eine wichtige Alternative für den Unternehmer offen, falls herkömmliche Kreditanfragen bei Banken bereits gescheitert sind.

Außerdem ist dadurch, dass viele verschiedene Menschen in ein Projekt investieren,  auch die Risikosteuerung entsprechend größer. Denn das Crowdinvesting ist ein gemeinschaftliches Unterfangen, das von unterschiedlichen Leuten getragen ist. Diese Art der Gemeinschaftlichkeit unterscheidet es somit von der klassischen Variante eines Business Angel.

Demzufolge will auch die Masse, die in dich investiert zunächst überzeugt werden. Dies schaffst du u.a. durch ein hervorragendes Pitchdeck oder einen gut aufgestellten Businessplan, aus denen hervorgeht was dein Geschäftsmodell ist und wie du es umsetzten willst. Denn gerade das ist für die potenziellen Investoren besonders bedeutsam, da sie wissen wollen worin sie ihr Geld anlegen.

Du kannst dir dabei aussuchen, ob du über die Homepage deines Unternehmens dein Start-up oder deine Idee vorstellst und du damit gezielt nach Menschen suchst, die dich finanziell unterstützen.

Eine weitere gute Möglichkeit besteht darin, dein Geschäftsmodell oder deine Idee über Social Media oder entsprechende Internetplattformen publik zu machen und auf diese Weise zu bewerben.

Deine Projekte oder dein Start-up können auf eigens für das Crowdinvesting gegründeten Internetplattformen beworben werden.

Solltest du diesen Weg beschreiten, sieht das Crowdinvesting folgendermaßen aus: Über das Internet werden entsprechende Investoren gesucht,  während du selbst Informationen zu deinen Projekten zur Verfügung stellst. Diese werden zunächst von der Plattform, dann von den potenziellen Investoren geprüft.

Sofern die Resonanz auf deine Idee positiv ausfällt, können sich nun verschiedene Menschen finanziell an deinem Geschäftsmodell beteiligen. In der Regel gibt es keinen festgelegten Mindestbetrag, den ein zukünftiger Investor dir zur Verfügung stellen muss, sodass auch eine kleine Beteiligung durch eine Privatperson durchaus möglich ist.

Die Finanzierung deines Projekts kommt jedoch erst dann zustande, wenn die festgelegte Summe, die du benötigst und durch das Crowdinvesting erreichen wolltest, auch tatsächlich erreicht wurde. Wenn dieser Betrag nicht erreicht wurde, erhalten alle Investoren – beitragsunabhänig – ihr investiertes Kapital wieder zurück.

Wird die zuvor festgelegte Summe jedoch erzielt, dann erhälst du das Geld, dass du für die Gründung deines Start-ups oder die Umsetzung deines Projekts benötigst. Während der gesamten Dauer des Investments werden die Geldgeber verständlicherweise über den wirtschaftlichen Verlauf deines Start-ups auf dem Laufenden gehalten.

Die Erfolgsbeteiligung, welche die Investoren bei einer erfolgreichen Unternehmensentwicklung erhalten, kann auch in einer Teilhabe am Unternehmensgewinn bestehen.

Verständlicherweise ist das Crowdinvesting wie wirtschaftliche Entwicklung unvorhersehbar, aber genau das macht, wie ich finde, auch den Reiz des Ganzen aus. Denn auch das Leben ist Entwicklung und Dynamik und die Einzigen Dinge, in die man sicher investieren könnte, wären der Tod und die Steuern. Und das wäre langweilig, denn beide sind gewiss.

Bleib motiviert, Felix

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei