„Achtung Lava…“ die beste Kreativmethode

Felix Thönnessen 0 Comments

Trist, trister, Kreativitätslosigkeit. Künstlerische Berufsfelder können ein leidvolles Lied davon singen. Im Kopf ist gähnende Leere und die Muse will sich nicht so recht blicken lassen. Thinking outside the box ist heutzutage in immer mehr Berufsgruppen gefragt. Welche Ansätze es zur Ideenfindung gibt und welche Kreativmethode besonderes effektiv ist, werde ich dir in diesem Artikel verraten.

Klassisches kreatives Brainstorming

Kreativmethoden sind das leichteste Werkzeug, um einen Denkanstoß zu geben, der „outside of the box“ ist. Denn es ist niemandem damit gedient eine Problemstellung immer und immer wieder aus dem gleichen Blickwinkel zu betrachten.

Wie der Pate ein immerwährender Kultfilm bleiben wird, ist auch das klassische Brainstorming eine Kreativmethode, die nicht wegzudenken ist. Am besten starten solche Brainstormings immer erst individuell, bevor die Ideen dann gemeinsam durchgegangen, ergänzt und vervollständigt werden.

Die perfekte Gruppengröße, damit sich das Brainstorming als Kreativmethode eignet, beträgt sechs bis zwölf Teilnehmer. Bei weniger Leuten besteht die Gefahr von zu großer Ähnlichkeit bei der Ideenfindung, bei zu vielen entsteht eine uferlose Weite.

Die Ideen der Runde können bei dieser Kreativmethode zunächst auf Karteikarten gesammelt und zusammengetragen werden. Diese können dann später super an eine Pinnwand gehängt und von den anderen Leuten aus deinem Team ergänzt werden. Außerdem habt ihr auf diese Weise sofort einen Überblick darüber, welche Ideen am häufigsten auftauchen.

Das Gute daran ist, wenn du dich mit anderen Leuten kurz schließt, schaffst du automatisch auch inspirierende Anreize von außen. Auch wenn dir die Idee deines Kollegen zu einem Thema nicht gefällt, bringt sie dich vielleicht auf einen anderen Gedanken, der noch besser ist. Auf diese Weise entsteht eine inspirierende Dynamik durch Teamwork und gemeinsames Brainstorming. Wenn du gerne mehr über Inspiration erfahren willst, dann klicke hier.

 

Die Disney Kreativmethode

Bei der Walt Disney Variante handelt es sich um meinen absoluten Liebling unter den Kreativitätstechniken. Bei dieser Kreativmethode werden vier Gruppen erstellt. Jede der Gruppen ist unter einem der Oberbegriffe: Träumer, Realist, Kritiker oder dem Objektivsten zusammengefasst.

Wie du den Begrifflichkeiten schon entnehmen kannst, vertritt jeder Sprecher der unterschiedlichen Gruppen seinen dazugehörigen Blickwinkel. Der Träumer malt sich dabei aus wie die Idee aussehen könnte und welche Möglichkeiten für die Umsetzung gegeben sind. Er ist dabei frei von jeglichem Hauch von Realismus. Seinen Leidenschaften sind demzufolge keinerlei Grenzen gesetzt.  Wenn du mehr zu Leidenschaft lesen willst, dann klicke hier.

Der Realist macht sich, seinem Namen getreu, Gedanken über die praktische Umsetzung der Ideen. Er versucht die vorgegebenen Ideen des Träumers aufzunehmen und in die richtigen Bahnen zu lenken, sodass die alltagstauglich werden. Der Kritiker ist hingegen das genaue Gegenteil des Träumers. Er sieht beinahe schon pessimistisch alle Schwachstellen, die sich durch die Planungen ergeben könnte und malt sich den schlimmsten Fall aus. So sind die entwickelten Ideen in dieser Kreativmethode auf alles vorbereitet.

Der Objektive ist die vermittelnde Instanz zwischen den drei Rollen. Seine Aufgabe ist es, während dieser Kreativmethode, die Position eines Außenstehenden einzunehmen, sodass die Wirkung der Ideensammlung auf einen Unbeteiligten getestet wird. Mit diesen vier „Persönlichkeiten“ hast du innerhalb der Kreativmethode ein weites Spektrum abgedeckt, sodass du deine Ideen großräumig und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet hast.

Natürlich sind das klassische Brainstorming sowie die Walt Disney Methode nur zwei von vielen Kreativmethoden, die es gibt. Wenn du mehr über Kreativitätstechniken erfahren willst, kann klicke hier.

 

Die Kreativmethode bei akuter Kreativlosigkeit

Merkwürdig ist ja, dass Kinder ein nahezu unerschöpfliches Maß an Kreativität zu haben scheinen. Sie können sich die besten Geschichten ausdenken, einen ganzen Tag lang mit ihren Legosteinen spielen oder im Wohnzimmer von Sofa zu Sofa springen, weil der Boden darunter aus glühender Lava besteht.

Irgendwann im Alter verlieren wir Menschen aber diese Fähigkeit zur beinahe endlosen und grenzenlosen Fantasie. Dinge, die dir in deiner Kindheit wahnsinnig leicht gefallen sind, erweisen sich mit zunehmendem Alter als immer schwieriger.

Vielleicht fragst du dich manchmal, warum andere Menschen viel kreativer als du zu sein scheinen und du hingegen so unkreativ bist. Liegt es immer nur an der jeweils unterschiedlichen Kreativmethode, auf die sich die einfallsreichen Leute berufen oder ist da noch mehr, dass sie antreibt?

Zugegeben, diese Frage von mir war sehr rhetorisch gestellt. Natürlich hat Kreativität auch zu großen Teilen mit dem Blickwinkel zu tun, den du auf das Leben, deine Aufgaben und deine Mitmenschen hast. Während manche Leute dazu neigen schnell die Flinte ins Korn zu werfen, wenn sie mit der ersten Umsetzung ihrer Idee gescheitert sind, sehen andere darin einen Ansporn ihre Ziele neu zu durchdenken und sich einen anderen Weg zu ihrem Ziel zu suchen.

Warum Aufgeben keine Option für dich ist, erfährst du hier.  Fehler sind verzeihlich und können passieren, weil du menschlich bist. Niemand ist perfekt, also erlaube dir ruhig auch mal zu scheitern. Dir einen Misserfolg einzugestehen, zeugt von Größe und lässt dich persönlich wachsen.

Im Studium habe ich in einer Vorlesung mal gehört, dass hervorragende Kunst oftmals ein Produkt aus leidvollen Erfahrungen ist. Der gute Umgang mit dem persönlichen Scheitern ist eine der besten Antriebe für die Entwicklung erfolgreicher Kreativmethoden.

Es fördert die Kreativität nämlich ungemein, wenn du dazu gezwungen bist deine Ziele über Umwege zu erreichen. Indem du dazu bereit bist deinen gewohnten Weg für kurze Zeit zu verlassen – ohne deinen Kurs vollkommen zu ändern – wirst du automatisch neue Erfahrungen sammeln.

Die besten Kreativmethoden, die ich kenne, beginnen damit, dass du deine eigene Komfortzone verlässt. Kreativität ist etwas höchstpersönliches uns absolut individuelles. Du wirst nicht dadurch kreativer werden, indem du die Wege beschreitest, die schon hundert andere vor die gegangen sind, sondern indem du Neuland eroberst und dort deine Spuren hinterlässt. Kinder sind zweifellos viel kreativer als Erwachsene. Das liegt unter anderem daran, dass für Kinder weder Regeln noch Grenzen existieren. Sie haben noch den Mut sich Dinge zu trauen. Sie müssen sich noch nicht an vorgegebene Mustern und Strukturen halten. Das: Thinking out of the box“ fällt ihnen daher um einiges leichter als uns.

Wie du vielleicht schon gemerkt hast sind Kreativität und Mut eng miteinander verwandt. Diejenigen, die thinking out of the box schaffen, sind Vorreiter und haben dementsprechend auch viele Bewunderer. Habe daher den Mut zu experimentieren, denn auch in der Wahl deiner Kreativmethoden sind dir kreativitäts-technisch keine Grenzen gesetzt. Versuche mit allem möglichen zu experimentieren, denn es gilt die Devise: Es ist alles erlaubt, was Spaß macht.

Bleib motiviert.

Felix

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