Kreativitätstechniken zur Ideenfindung, die ich liebe

Felix Thönnessen 0 Comments

Es ist ein leidiges Thema, das dir bestimmt selbst zur Genüge bekannt ist. Du MUSST für deine Arbeit, dein Studium oder deinen Vortrag eine tolle Idee haben, aber deine Kreativität lässt zu wünschen übrig? Dann bist du hier genau richtig, weil ich dir heute meine 5 geheimen Kreativitätstechniken zeige, die dir bei deiner zukünftigen Ideenfindung helfen werden. Viel Spaß beim experimentieren!

  1. Das Brainstorming

Hierbei handelt es sich um die klassischste Variante zur Ideenfindung, die ich aber immer noch an gerne an die erste Stelle setze. Du wirst bestimmt schon einmal davon gehört haben und bis heute benutzen Lehrer sie während ihres Unterrichts gerne, um ihrer Schüler an ein neues Thema heranzuführen und bereits vorhandenes Wissen zu eruieren.

Diese Kreativitätstechnik nimmt auch nicht viel Zeit in Anspruch. Nimm dir einfach zehn ruhige Minuten, ein Blatt Papier mit Stift und überlege dir was du über dein Thema bisher weißt (und auch was du bisher noch nicht recherchiert hast). Ich garantiere dir, dass, nachdem du deine Ausgangslage einen kurzen Augenblick auf dich hast wirken lassen, die neue Ideenflut nur so auf dich hereinprasseln wird.

Das Gute bei dieser Art der Ideenfindung ist, dass sie sowohl die komplette Bandbreite, was du bisher über dein Thema weißt abgedeckt als auch dazu führen wird, dass du deine bisherigen Gedankengänge weiter ausbauen kannst.

Bei diesem Verfahren sind deiner Kreativität buchstäblich keine Grenzen gesetzt. Daher empfiehlt es sich grundsätzlich erst einmal alle Gedanken zu notieren, die dir in den Sinn kommen auch wenn sie auf den ersten Blick irrelevant erscheinen mögen.

Ich bin mir ziemlich sicher, die Synapsen in deinem Hirn werden sie zu sinnvollen Bausteinen zusammensetzen und du wirst selbst von dir überrascht werden.

  1. Der Umkehrschluss

Du wirst sicherlich schon einmal den Ausspruch gehört haben: „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ auf dem gleichen Prinzip basiert auch die nächste Kreativitätstechnik, die ich dir vorstellen möchte.

Wenn du noch keine konkrete Vorstellung davon hast wie du dein Thema gerne eingrenzen willst, dann sammele erst einmal Themen, die du gar nicht ansprechen oder vertiefen willst, die aber mit deiner Idee dennoch zusammenhängen. Mit dieser Form des Ausschlussverfahrens näherst du dich schlussendlich deiner Idee und grenzt sie dabei unterbewusst immer ein Stückchen weiter ein.

Auch wenn wir oft nicht klassifizieren können was wir genau wollen oder was das richtige ist, können wir doch eigentlich immer sagen was wir nicht wollen. Und genau mit diesem Hintergrundwissen arbeitet die Kreativitätstechnik des Umkehrschlusses.

Auch wenn du noch nicht sicher weißt wie deine Idee ein zukünftiger Durchbruch wird, weißt du doch sicherlich was du tun musst, damit sie kein Reinfall wird, nicht wahr?

  1. 6-3-5 Methode

Wenn du von dieser Methode liest, dann bekomme bitten keinen Schock, als ich das erste Mal von dieser Kreativitätstechnik gehört habe, war ich von den vielen Zahlen auch sehr verwirrt. Aber diese Methode der Ideenfindung ist weit weniger mathematisch als sie auf den ersten Blick erscheint – also kein Grund zur Sorge.

Das Gute an dieser Kreativitätstechnik ist, dass du keinerlei Hintergrundwissen benötigst. Das einzige was du brauchst ist eine kleine Gruppe von Menschen und vorgefertigte Blätter auf denen eine Tabelle mit sechs Zeilen und drei Spalten abgedruckt sind.

Dann legt einer von euch ein Zeitintervall fest indem er den Teilnehmern Zeit lässt eine Fragestellung zu beantworten. Bei dem ersten Durchlauf wird die Idee der jeweiligen Teilnehmer in die Felder der ersten Zeile eingetragen. Nachdem jeder etwas eingetragen hat und die Zeit abgelaufen ist, werden die beschriebenen Blätter im Uhrzeigersinn weitergereicht.

Im nächsten Schritt sollen die anderen nun die Ideen des Vorherigen aufgreifen, weiterentwickeln und auch ergänzen. Dieser Zyklus wird nach den vorgegeben Zeitintervallen solange wiederholt bis die Blätter vollständig beschrieben sind.

Ich bin ein großer Fan von dieser Form der Ideenfindung, weil sie schnell und besonders effizient ist. Der Name dieser Methode entsteht aus folgenden Zahlen: In der Regel hast du 6 Teilnehmer, jeder von diesen Teilnehmern hat 3 Ideen, das vorgefertigte Blatt wird insgesamt 5 mal weitergegeben. Schneller kannst du gar nicht an fast 100 Ideen zu einem Thema gelangen J

Und du wirst sehen, es ist immer wieder erstaunlich was bei dieser Kreativitätstechnik schlussendlich herauskommt!

  1. Walt Disney Methode

Wie der Name schon vermuten lässt, appelliert diese Art der Ideenfindung sehr stark an die Imaginationskraft der einzelnen Teilnehmer. Hierbei handelt es sich um eine besondere Form des Rollenspiels bei der die Teilnehmer jeweils eine feste Rolle zugewiesen bekommen.

Die vorhandenen Rollen sind: Träumer, Realist und Kritiker.

Diese Kreativitätstechnik eignet sich insbesondere dann hervorragend, wenn es darum geht alte festgefahrene Denkmuster aufzubrechen und Probleme aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Der Aufbau dieser Form der Ideenfindung sieht dabei wie folgt aus. Es gibt ein Thema, das zunächst von dem Träumer näher betrachtet wird. Dabei sind dem träumenden keine Grenzen gesetzt und keine Tabus vorgegeben (das gilt insbesondere für die Ziele, die es zu erreichen gilt). Nachdem sich alle die Visionen des Träumenden angehört haben, wird sich der Realist einschalten.

Dieser gebietet den Ideen und utopischen Zielen des Träumers Einhalt. Jede Idee des Träumers wird mit realistischen Methoden näher beleuchtet und es wird betrachtet was in der Realität nötig ist derartige Ziele zu erreichen.

Schlussendlich wird die Idee an den Kritiker weitergegeben. Wichtig hierbei ist aber, dass der Kritiker ausschließlich konstruktive und nicht destruktive Kritik auf die realistischen Ansätze zur Verwirklichung der Ideen beiträgt. Die Kreativitätsfindung ist dabei abgeschlossen, wenn alle Rollen durchlaufen sind.

Diese Methode der Ideenfindung ist aber nicht für reine Anfänger geeignet, da es für ungeübte sehr schwierig sein kann die drei Rollen klar voneinander abzugrenzen. Daher ist ein Probedurchlauf durchaus empfehlenswert.

  1. Der Blick zurück

Auch bei dieser Kreativitätstechnik handelt es sich um eine Form des Rollenspiels. Hierbei versetzt du dich mit deiner Problemstellung bewusst in die Vergangenheit (wenn es für dich selbst unterhaltsamer ist, brauchst du dir auch nicht vorstellen ein Bauer aus dem Mittelalter sein, sondern du kannst dir gerne auch vorstellen du seist Ludwig der XIV. höchstpersönlich).

Wichtig ist dabei einfach, dass du dich deinem Problem mit den Mitteln und aus dem Blickwinkel näherst, die den Menschen zur damaligen Zeit zugestanden hätten. Also im Falle unseres Sonnenkönigs vollständig ohne digitale Technik oder die Medien.

Hierbei wirst du erfahren wie es sich anfühlt sich seinem Thema auf einer völlig neuen Ebene anzunähern. Und insbesondere bei der Ideenfindung ist es äußerst wichtig eine mannigfaltige Perspektive einzunehmen.

Diese Form der Ideenfindung hat aber den Nachteil, dass sie immer von dem Thema abhängig ist, dass du grade näher beleuchten willst und leider nicht zur Gänze auf alles übertragbar ist. Überlege dir daher im Vorfeld, ob sich eine mittelalterliche bzw. frühneuzeitliche Perspektive auf deinen Themenkomplex überhaupt lohnt.

Grundsätzlich gilt, im Krieg, der Liebe und bei den Kreativitästechniken ist alles erlaubt.

Bleib motiviert Felix

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